Kritik an Linzer Eröffnungsfeier für die neue Eisenbahnbrücke

Baier: „Verzögerungen, Mehrkosten, jahrelanges Stauchaos trüben Freude“

Nach drei Jahren Bauzeit erfolgt die Verkehrsfreigabe.
Nach drei Jahren Bauzeit erfolgt die Verkehrsfreigabe. © Stadt Linz

Der Countdown bis zur Verkehrsfreigabe der neuen Eisenbahnbrücke läuft. Am 28. August wird die Eröffnung der Donauquerung groß gefeiert.

„An diesem Tag erfolgt ein weiterer Schritt in die Verkehrszukunft. Die Brücke dient nicht nur dem motorisierten Verkehr, sondern schafft mit ihrem mitgeplanten Schienenstrang die Voraussetzung für die neue O-Bus-Linie und für die beiden S-Bahnverbindungen“, sagten am Mittwoch Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) und Stadtrat Michael Raml (FPÖ).

Mit dem Eröffnungsfest feiere man gemeinsam mit den Linzern den Abschluss eines der größten Linzer Bauprojekte der vergangenen Jahrzehnte.

Weniger euphorisch gibt sich Vbgm. Bernhard Baier (ÖVP), der auf die bisherigen Versäumnisse hinweist.

„Es ist höchst an der Zeit, dass den Linzern endlich ein Ersatz für die 2016 abgerissene Brücke zur Verfügung steht. Die verspätete Verkehrsfreigabe um ein Jahr ist damit aber nicht vergessen. Ebenso wenig das jahrelange Stauchaos, weil Sperre und Abriss der Donauquerung lange vor Baubeginn erfolgt sind. Dieser Umstand liegt vielen Linzern im Magen, sodass ein opulentes Eröffnungsfest für viele schwer verdaulich ist“, so Baier.

Wie auch die Kosten, die statt der veranschlagten 60 Mio. Euro 92,5 Mio. Euro betragen.

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