Krönendes Finale

Riesen-Erfolg für das Bruckner Orchester

Als Solisten fungierten mit dem Bruckner Orchester Linz die Jung-Stars Julia Hagen (Cello) und Emmanuel Tjeknavorian (Violine).
Als Solisten fungierten mit dem Bruckner Orchester Linz die Jung-Stars Julia Hagen (Cello) und Emmanuel Tjeknavorian (Violine). © R. Winkler

Das fünfte und letzte Konzert im eigenen Zyklus des Bruckner Orchesters hatte am Freitag im Brucknerhaus Linz mit zwei Werken der Hochromantik ein besonders attraktives Programm zu bieten.

Es begann mit Johannes Brahms’ Doppelkonzert für Violine, Cello und Orchester op. 102, einer Ausnahmekomposition in jeder Hinsicht. Als Solisten fungierten die Jung-Stars Julia Hagen (Cello) und Emmanuel Tjeknavorian (Violine). Einer thematisch markanten Orchester-Eröffnung folgt zunächst ein langes Cello-Solo, in das sich am Ende die Violine einfügt und schließlich das ganze dreisätzige Werk hindurch mit dem Partnerinstrument einen musikalisch exzellenten Dialog führt.

Zwei grundverschiedene Temperamente traten dabei klar zu Tage, fanden aber doch zu einer phänomenalen, gemeinsamen Klang-Kultur. Hagen: zupackend, dynamisch, zärtlich bis wild; Tjeknavorian: ausgeglichen, mit ruhiger Souveränität und samtigem Geigenton.

Markus Poschner und das Orchester begleiteten die beiden einfühlsam, ohne jedoch die an Melodien und Dynamik reiche Substanz von Brahms’ letztem sinfonischen Werk aus den Augen zu verlieren.

Mit Dvoraks 8. Sinfonie noch eins „draufgesetzt“

Mit Antonin Dvoraks 8. Sinfonie in G-Dur wurde dem intensiven Erlebnis des Doppelkonzerts, das im ausverkauften Haus bereits heftig umjubelt worden war, sozusagen noch eins „draufgesetzt“. Denn wie klanglich und stilistisch delikat diese „böhmische“ Sinfonie mit ihrer elegant gebändigten Fülle von Motiven tschechischer Volksmusik interpretiert wurde, war schlicht außergewöhnlich und löste nach dem gloriosen Finale stürmischen Beifall, vermischt mit Standing Ovations aus.

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Nachdem der Chefdirigent das scheidende, verdienstvolle Orchestermitglied Alfred Steindl (Schlagwerk) zum Abschied „vor den Vorhang“ geholt hatte, spielte das Orchester noch als Zugabe mitreißend die Ouvertüre zu Johann Strauß’ „Zigeunerbaron“.

Von Paul Stepanek

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