KTM-Chef Pierer: „Die Politik hat keinen Plan“

„Wenn hundert in Pension gehen, kommen nur 54 hinten nach. Das kann sich also schon rein rechnerisch nicht ausgehen. Da haben wir ein dramatisches Thema. Und das betrifft alle Bereiche – Verwaltung, Industrie, Service. Das geht quer durch“, spricht Stefan Pierer in drastischen Worten über den Arbeitskräftemangel.

Harsche Kritik am Umgang der Politik mit der aktuellen Krise übt KTM-Chef und IV-Oberösterreich-Präsident Stefan Pierer. „Die Politik hat leider keinen Plan“, sagte er im Gespräch mit dem „Standard“.

Er vermisse konkrete Szenarien für den Fall, dass kein Gas aus Russland mehr kommt. „Aber ein vorausschauendes Denken fehlt in der Politik komplett. So ein Verhalten ist besorgniserregend.“ Pierer, als Großspender der ÖVP bekannt, will „nie wieder politisch etwas spenden“.

„Ich habe nicht die ÖVP unterstützt, sondern damals Sebastian Kurz. Es war eine Enttäuschung, das nehme ich zur Kenntnis“, so Pierer.

Seine „Zeiten als Weltverbesserer“ seien vorbei. Pierer hat aber noch klare Meinungen zur Lage. „Die Lage ist sehr ernst, im Herbst werden Preiserhöhungen erheblichen Ausmaßes kommen. Man müsste in diesen Krisenzeiten halt den Strompreis deckeln. Es ist nicht so kompliziert.“

Auch der Arbeitskräftemangel sei „schon jetzt dramatisch, und es wird sich noch weiter zuspitzen“, weil die Babyboomer-Generation in Pension gehe und weniger junge Menschen nachkommen.

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