KTM fährt stark auf Strom ab

Europas größter Zweiradbauer ist auch elektrisch „Ready to Race“

Die Sonderschau „Zukunft der E-Mobilität“ in der KTM Motohall in Mattighofen zeigt, dass die Zukunft im Innviertel schon begonnen hat.
Die Sonderschau „Zukunft der E-Mobilität“ in der KTM Motohall in Mattighofen zeigt, dass die Zukunft im Innviertel schon begonnen hat. © KTM

2020 war alles andere denn ein Krisenjahr für KTM. Die Innviertler schafften trotz acht Wochen Betriebsausfall ihr zehntes Rekordergebnis in Folge, seit 1992 (!) liegen die Umsatzzuwächse bei gut 15 Prozent pro Jahr.

Alleine aus dem noch mager gefüllten Elektro-Portfolio wurden 56.000 Fahrzeuge abgesetzt, in dieser Sparte soll und wird aber bald die Post voll abgehen. Vier Prototypen stehen parat, vom Tretroller über ein Mountainbike über zwei E-Motorroller.

Der Marktstart wird alsbald erfolgen, die klingenden Konzernmarken Husqvarna, Raymon und GasGas sollen ebensolche Münze einfahren.

Enorme Nachfrage

„An der E-Mobilität führt kein Weg vorbei“, wusste Konzernchef Stefan Pierer. „In den kleinen Klassen (vergleichbar den 50- bis 125-Kubikzentimeter-Verbrennermodellen, Anm.) wird 2030 die Hälfte aller Fahrzeuge rein elektrisch betrieben.“

Da wollen die Innviertler unbedingt vorne mit dabei sein.

Gut 320.000 E-Räder und -Bikes peilt KTM für 2025 an, ein Umsatz von einer halben Million Euro soll damit in die Kassen der Pierer Mobility AG fließen. Der Markt ist jedenfalls riesig. „In den USA sehen wir Chancen für eine Million Elektroräder, hauptsächlich im Offroad-Bereich, in Europa sollten 2025 rund fünf Millionen E-Zweiräder unterwegs sein“, schätzte Pierer-Mobility-Vorstand Hubert Trunkenpolz.

Dank KTMs technischer Kompetenz, eigenständiger Forschung und Entwicklung (alleine 2020 flossen 150 Mio. Euro in diesen Bereich, Anm.) und flottem Design sollen die Roller, Scooter und Räder zahlreiche Kunden begeistern.

Satte zwei Milliarden Euro Umsatz peilt Pierer Mobility für 2021 an, den knapp 4600 Mitarbeiter, mehr als ein Fünftel davon weiblich, wird die Arbeit so schnell nicht ausgehen.

Erste Einblicke in die Elektro-Mobilität der sehr nahen Zukunft gibt die KTM Motohall in Mattighofen. Im Rahmen einer Sonderschau können die E-Modelle ab heute bestaunt werden.

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