Küchen, Klöster, Glockenklang

„ Die Osterglocken läuten“ im ORF und auf 3sat: Reise durchs österliche Tirol

Bruder Franz bäckt im Stift Stams Hasen im Tontopf.
Bruder Franz bäckt im Stift Stams Hasen im Tontopf. © ORF/Produktion West/Gerhard Mader

Zu einer Reise durchs österliche Tirol lädt Anita Lackenberger in der Doku „Die Osterglocken läuten — Von Klostergeheimnissen und kulinarischen Köstlichkeiten“, die am Ostersonntag um 19.15 Uhr auf 3sat und am Ostermontag, 11.05 Uhr, auf ORF III ausgestrahlt wird.

Da geben nicht nur große und kleine, sehr alte und jüngere Kirchenglocken von Klöstern in Wilten, Schwaz oder Stams den Takt vor, sondern auch die Regeln, die beim Blick hinter die Kulissen aus dem Klosterleben sichtbar werden. Und es wird der Frage nachgegangen, welche Bedeutung das ehrwürdige Geläut auch heute für uns haben kann.

Zu Ostern klingt ganz Innsbruck, wenn sich das Zusammenspiel vieler Glocken als eigener Klangraum über die Stadt legt. Und wenn die Glocken dann nach Rom fliegen, erklingt seit jeher aus der Kirche des Schwazer Franziskanerklosters eine riesige Ratsche, die weit im Inntal zu hören ist.

Die Fastenkrippe der Telfser Franziskaner wurde 1938 versteckt. Seit man sie 2000 wiedergefunden hat, wird sie jedes Jahr in der Kirche aufgestellt.

Auch kulinarische Genüsse kommen zur Feier der Auferstehung des Herrn nach der Fastenzeit nicht zu kurz. Vor Ostern herrscht in den Backstuben und Küchen Hochbetrieb, in den weltlichen ebenso wie in den kirchlichen. Im Stift Stams setzt Bruder Franz nicht nur auf typische Gebildbrote, er hat auch einen süßen Hasen kreiert, der im Tontopf sitzt.

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In Telfs hat sich der örtliche Bäcker die aus Südtirol stammende Tradition der Herstellung von Fochaz angeeignet, einem fladenförmigen Gebildbrot, das nach vorgegebenem Muster eingestochen und mit viel Anis bestreut wird. Ins traditionelle Godnpack, dem Geschenk der Goden an ihre Patenkinder, gehört hier Flechtgebäck in Form von Hase und Henne.

Weit verbreitet ist in Tirol gekochter Osterschinken, der pur oder in Brot gebacken serviert wird. Eine beschauliche Sendung und eine schöne Begleitung des Festes der Freude mit Klängen, die zum Innehalten einladen.

Von Melanie Wagenhofer

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