Kühe von Zug gerammt und getötet

Die vier Rinder waren am Vortag aus Freilaufstall entkommen

Die Einsatzkräfte hatten alle Hände voll damit zu tun, die Kadaver zu bergen.
Die Einsatzkräfte hatten alle Hände voll damit zu tun, die Kadaver zu bergen. © FF Linden

ANDORF — Die Bahnstrecke von Wels nach Passau musste in der Nacht auf gestern gesperrt werden, nachdem ein Zug dort vier Rinder gerammt und getötet hatte. Personen wurden nicht verletzt, aber die Lok konnte nicht mehr weiterfahren.

Die Tiere standen auf den Gleisen und wurden durch den Aufprall sofort getötet. Die etwa zwei Jahre alten Jungrinder waren am Vortag aus einem Freilaufstall in Eggerding ausgerissen und davongelaufen, berichtete die Polizei. Gegen 4 Uhr standen sie im Bereich Getzing auf den Gleisen. Der Lokführer konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen. Eines der Tiere wurde frontal erfasst, zwei kamen auf den Gleisen zu liegen. Ein viertes totes Rind wurde etwas später seitlich im Gelände gefunden. Die Einsatzkräfte mussten die Kadaver zum Teil mit den Händen unter dem Zug herausziehen, ehe sie mit einer Seilwinde aus dem Gleisbereich gebracht werden konnten. Der Schaden an der Lokomotive war so groß, dass eine Ersatzlok geholt werden musste. Laut ÖBB kam es zu keinen Verspätungen weil die Züge über ein Parallelgleis umgeleitet werden konnten.