Kühne-Stiftung neuer Hauptsponsor der Salzburger Festspiele

Die Salzburger Festspiele haben am Freitag einen neuen Hauptsponsor vorgestellt. Nachdem erst kürzlich Audi und Nestle ihre Sponsoring-Verträge verlängert hatten, wurde heute die Kühne-Stiftung als neuer Hauptsponsor präsentiert. Damit tritt erstmals in der Geschichte des Festivals eine Stiftung als Hauptsponsor auf. Die Verträge laufen bis ins Jahr 2021.

Unbekannt ist die Kühne-Stiftung unter den Sponsoren nicht. 2013 übernahm sie ein Projektsponsoring für das Young Singers Project. „Durch die charmanten Zusprüche der Präsidentin wurden unsere Zuwendungen jährlich höher, da war es ein Leichtes, uns zum Hauptsponsor zu bewegen“, scherzte der Präsident der Kühne-Stiftung Klaus-Michael Kühne am Freitag beim Pressegespräch.

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Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler gab sich sehr glücklich über die Partnerschaft: „Eine Stiftung als Sponsor bringt zwei Riesenvorteile, sie operiert als Mäzen und verlangt daher keine direkte Gegenleistung und bringt außerdem große finanzielle Sicherheit durch ihre Struktur. Die Kühne-Stiftung ist damit hoffentlich ein Vorbild für andere Stiftungen, denn nur die konstante Unterstützung ermöglicht es uns, szenische Produktionen zu verwirklichen, die so große Vorlaufzeit benötigen.“

21 Prozent ihrer Förderung erhalten die Festspiele von Bund und Land, etwa fünf Prozent von der Tourismusförderung und 18 Prozent von Freunden und Förderern. Mit ca. 3 Millionen Euro kommt die Förderung der Festspielfreunde beinahe an die Summe der staatlichen Förderung heran. „Die Freunde sind wirklich im Herzen der Festspiele eingeschlossen. Gerade kleine Spenden sind so wichtig. Vor drei Jahren haben wir ein neues Klavier benötigt. Durch einen Aufruf der Freunde konnte dank vieler kleiner Beträge zwischen 10 und 100 Euro bald ein neues Instrument gekauft werden, auf dem Markus Hinterhäuser als Dank ein Konzert gegeben hat. So gesehen haben wir eigentlich das Crowdfunding erfunden“, so die Präsidentin stolz.

Natürlich schwingt bei einer Sponsorenpartnerschaft auch immer der Vorteil der steuerlichen Begünstigung mit. Das wies Klaus-Michael Kühne aber vehement von sich: „Ich hatte viel Glück in meinem Leben, und wenn man als Unternehmen Erfolg hat, dann sollte man auch Gutes tun und andere Menschen daran teilhaben lassen. Ich finde, das sollte jeder Unternehmer tun. Natürlich spielt da auch persönliches Interesse eine Rolle, und das ist bei meiner Frau und mir nun einmal die Musik“.

( S E R V I C E – )