Künstler von St. Pius hoben ab

Werke des heurigen Workshops werden ausgestellt

St.-Pius-Künstler Andreas Kimberger mit der akademischen Künstlerin Marion Kilianowitsch. © Caritas

„Wir heben ab“ lautete das Thema des heurigen Kunst-Workshops in der Caritas-Einrichtung St. Pius. Die von beeinträchtigten Künstlern entstandenen Werke – Skulpturen, Bilder und Texte – werden in der Galerie im Schloss Peuerbach und in St. Pius präsentiert.

Auf Neues einfach eingelassen

Eine Woche lang haben sich zwölf Künstlerinnen und Künstler aus St. Pius von der Arbeit im eigenen Atelier gelöst und sich auf Neues eingelassen. „Das ist eine Fähigkeit, die unsere künstlerisch begabten Menschen mit Beeinträchtigung haben: Ohne Vorbehalt an Neues heranzugehen, zu probieren und zu staunen, was vor ihnen passiert“, sagt Caritas-Mitarbeiterin Theresia Klaffenböck. Sie organisiert die Kunst- woche seit vielen Jahren. Inspirationen hat sich die Gruppe von den akademischen Künstlern Marion Kilianowitsch, Walter Kainz, Andrea Hinterberger und Schriftsteller Kurt Mitterndorfer geholt.

Im Gegenzug war Mitterndorfer von Literat Herbert Schinko begeistert: „Wenn ich Herbert lesen höre, werde ich ganz demütig. Jedes Wort kostet ihn enorme Energie. Plötzlich spüre ich den Text. Das ist ein Ereignis.“

Das Ergebnis des Workshops wird am Donnerstag, dem 11. Oktober, um 19 Uhr im Schloss Peuerbach und um 20 Uhr in St. Pius präsentiert. „Unsere Künstler sind wirklich abgehoben. Die Workshop-Leiter haben ihnen dazu die Flügel verliehen“, ist Gertraud Assmann, Geschäftsführerin der Caritas für Menschen mit Behinderungen, von den Ergebnissen begeistert.

Die Ausstellung in der Galerie im Schloss Peuerbach ist nach telefonischer Vereinbarung unter Tel. 07276/2566-7532 bis 21. Oktober zu sehen, jene in St. Pius bis 30. November.