Archive für Bildband zum ersten James-Bond-Film geöffnet

Die Szene, in der 007 erstmals sagt: „Bond. James Bond“ © APA/TaschenVerlag/Metro-Goldwyn-Mayer/Danjaq

Eine Erfolgsgeschichte nahm Ende Jänner 1952 ihren Lauf: „An diesem Morgen hat Ian mit dem Schreiben eines Buches begonnen“, hielt die zukünftige Ehefrau von Ian Fleming im Tagebuch fest. Der baldige Bestsellerautor schuf mit James Bond eine Ikone des Spionageromans – und Vorlage für eine einzigartige Filmserie. Der Taschen Verlag widmet nun dem ersten Leinwandabenteuer von 007, „Dr. No“, einen ebenso prächtigen, informativen wie luxuriösen Band mit über 1.000 Abbildungen.

Es ist tatsächlich eine „wahre Insider-Story“, wie es der Werbetext zum fast 500 Seiten dicken Buch mit den Maßen 29 mal 44 Zentimeter verspricht. Denn EON Productions, verantwortlich für bisher 25 Bond-Filme, haben erstmals für den Verlag die Archive geöffnet. Neben ausführlichen, englischsprachigen Texten gibt es daher eine Unmenge an bisher unveröffentlichten Fotos, Skizzen, Dokumenten, Plakatentwürfen etc. zu sehen. Acht Kilo hat die nummerierte Sammleredition im Schuber, die Fans allerdings auch 750 Euro wert sein muss.

Das erste Essay von Filmhistoriker Paul Duncan im XXL-Band beschäftigt sich mit Fleming selbst, besonders mit seinem sechsten Bond-Roman „Dr. No“ – illustriert u.a. mit diversen Buchcovergestaltungen und einer Comicadaption. Es folgen ausführliche Hintergrundinformationen über die Produzenten der 007-Filme, Albert R. „Cubby“ Broccoli und Larry Saltzman, auf dem Weg zur Realisierung von „Dr. No“. Dann geht es über die Vorbereitungen (mit der Auswahl Sean Connerys als Hauptdarsteller, der nicht vorsprechen, aber sich in Bond-Schale werfen musste), in die Dreharbeiten, die tagebuchartig abgehandelt werden, kurzweilig verfasst, aber auch mit einer Fülle an Details für 007-Nerds.

Aber wie es sich für einen Bildband gehört, stellen die Bilder das Glanzstück von „James Bond – Dr. No“ dar: teils in Schwarz-Weiß, teils in prächtigen Farben, auf Filmstills (so ist der erste Kampf von 007 ebenso dokumentiert wie die Verfolgungsjagden) und Setfotos. Man sieht Connery u.a. bei der Anzuganprobe, gemeinsam mit dem ersten Bond-Girl Ursula Andress während und zwischen den Takes, Andress im Modegeschichte machenden Bikini und Connerys gestählter Körper beim Sonnenbaden. Auch die fantastischen Sets und Designs von Ken Adams, der ebenfalls Filmgeschichte schrieb, werden gewürdigt. Diverse „Dr. No“- Filmplakate auf allen möglichen Ländern runden die Reise hinter die Kulissen eines Klassiker ab.

(Von Wolfgang Hauptmann/APA)

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Paul Duncan, EON (Hg): „James Bond – Dr. No“, Taschen Verlag, 492 Seiten, 760 Euro, auch in zwei Art Editions mit gerahmtem Print zu je 1.500 Euro erhältlich, taschen.com

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