Chorkonzerte zwischen Bach und Asatrian: Vorfreude auf Musica Sacra

15 Veranstaltungen in Kirchen beleben die Linzer Innenstadt

Das Ensemble Amani gab in der Minoritenkirche einen kleinen Vorgeschmack.
Das Ensemble Amani gab in der Minoritenkirche einen kleinen Vorgeschmack. © Stepanek

Viel Positives, Neues und Sensationelles gibt es von der Programm-Präsentation der 30 Jahre bestehenden Konzertreihe Musica Sacra zu berichten: Jedes der 15 geplanten Konzerte in sechs Linzer Kirchen bietet in irgendeiner Form Außergewöhnliches: Zwei Debüts, viele Ensemble-Jubiläen, prominente Gastspiele und insgesamt ein wohlausgewogenes Programm, das von vielen Schattierungen der Barockmusik bis zu originellen Schöpfungen der Gegenwart reicht.

Schon die Präsentation selbst war exzeptionell: Das Ensemble Amani, mit dem die Reihe am 5. November starten wird, interpretierte in der Minoritenkirche zwei Sätze aus Johann Friedrich Faschs Sonata in d-Moll, ganz im Sinne des Jahresmottos „Faszinosum“.

Künstlerischer und identitätsstiftender Wert

Stadträtin Doris Lang-Mayrhofer und Landeskulturdirektorin Margot Nazzal hoben in ihren Statements den enormen künstlerischen und identitätsstiftenden Wert der Initiative von „Musica Sacra“ hervor, die vom Land OÖ, der Stadt Linz, den Generalsponsoren OÖ. Versicherung und Linz AG und einer Reihe privater Konzertpatenschaften zwar maßgeblich unterstützt wird, aber zwei Drittel des Jahresbudgets selbst erwirtschaften muss.

Das Optimismus stiftende Konzert-Angebot sei kurz skizziert: Dem Start durch Amani folgt am 11. November das Sebut des Frauenensembles Merve, das von Musik und aktueller Literatur geprägt ist. Der 17. November bringt mit dem Jeunesse-Chor die Zuhörer im Alten Dom „in paradisum“, während der „Chorus sine nomine“ unter Johannes Hiemetsberger am 1. Adventsonntag „Wunder“ herbeisingt.

Den folgenden Adventsonntag gestalten die St. Florianer Sängerknaben unter Franz Farnberger in der Minoritenkirche zweifach: Johann Sebastian Bachs „Weihnachtsoratorium“ erklingt um 14.30 Uhr in einer Fassung für Kinder, und um 17 Uhr in den Teilen I-III. Altus-Solist: Alois Mühlbacher. Den dritten Adventsonntag gestaltet um 17 Uhr in der Minoritenkirche das debütierende Vokalensemble FRANZ mit einer „Weihnachtlichen Schubertiade“, und der echt weihnachtliche Abschluss gehört am 29. Dezember dem 30 Jahre bestehenden Ensemble Voices.

Die Konzerte am 3. und 10. März 2024 sind mit dem Concerto Luterano und dem Ensemble Castor der Passionszeit gewidmet, und das „Finale“ wird vom Collegium Vocale („Prayer Wheel“) am 6. April, Hard Chor Linz und Schwanthaler Consort (14. April), einem Streichtrio der Superlative (Benjamin Schmid, Benedict Mitterbauer, Matthias Bartolomey) am 20. April, sowie von Domorganist Wolfgang Kreuzhuber (Bruckner-Resonanzen am 27. April) und der Cappella Lentiensis (16. Mai) ausgefüllt. Ein ausgezeichnetes Programmheft wartet auf viele Neugierige!

Infos und Karten unter: www.musicasacra.at oder Tel. 0732/7611-400.

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