Durchs Reden kommen d’Leit zam

Kulturhauptstadt Salzkammergut 2024 mit mehr als 300 Projekten

Übernachten mit Sinn & Sinnlichkeit ist die Idee hinter dem Projekt „Zimmer mit Aussicht“.
Übernachten mit Sinn & Sinnlichkeit ist die Idee hinter dem Projekt „Zimmer mit Aussicht“. © Salzkammergut202, LucyD

Es ist vollbracht. Das Programmbuch des Europäischen Kulturhauptstadtjahres 2024 (SKG 2024), das in 19 oberösterreichischen und vier steirischen Gemeinden stattfindet, wurde am Montag in Gmunden präsentiert. Somit ist alles fixiert, eventuell lose Enden haben sich gefunden, mehr als 300 Projekte finden 365 Tage lang im Namen der Kultur im Salzkammergut statt.

Im südlichen Oberösterreich weiß man es schon immer: Durchs Reden kommen d’Leit zam. Die seit Mitte 2021 für die künstlerische Leitung von SKG 2024 verantwortliche Elisabeth Schweeger wird nicht müde zu betonen, dass gute Ergebnisse durchs miteinander Reden entstehen. So hat man sich gefunden, Entscheidungen getroffen und viel geplant, um die Region als Teil Europas zu zeigen, Ideen- und Impulsgeber für die Zukunft und Anziehungspunkt für ein internationales Publikum zu sein.

Es gelte, das Gemeinsame hochzuhalten, betont Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer: „Wir können so ein Stück des europäischen Gedankens auf kultureller Ebene weitertragen.“Der steirische Landeshauptmann Christopher Drexler hebt die große Chance für die Kultur- und Regionalentwicklung hervor, und Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer bringt seine Hoffnung zum Ausdruck, dass durch die Kulturhauptstadt Salzkammergut 2024 „Bleibendes geschaffen“ werde – auch im Sinne von Kooperationen. „Oberösterreich ist wirtschaftlich so ein Erfolgsland, weil wir auch immer ein Kulturland waren und sind.“

Man kocht hier sein eigenes Süppchen

Am 1. Jänner kocht man — so wunderbar passend für die Gegend; an Selbstbewusstsein mangelte es der Bevölkerung hier nie, wie Stelzer schmunzelnd betont — sein eigenes Süppchen und lässt selbst aufspielen. Im Stadttheater Gmunden gibt das ORF Radio-Symphonieorchester unter Tobias Wögerer Tanzmusik des 20. Jahrhunderts. Die eigentliche Eröffnung findet, wie berichtet, am 20. und 21. Jänner statt und wird u.a. einem ursprünglichen Kommunikationsmittel des Alpenraumes gewidmet.

1000 Stimmen werden unter der Leitung von Hubert von Goisern jodeln, eine Operette ist zu Gast, Tom Neuwirth aka Conchita singt, Ausstellungen, Performances im öffentlichen Raum — die Kulturhauptstadt soll von Anfang an unübersehbar sein. Ausgeschlafen oder nicht, steht der 21. Jänner unter dem Titel „Katerfrühstück“ inklusive Frühschoppen mit dem Trachtenverein D’Ischler im Pfarrsaal.

Wer sein Kulturhauptstadtjahr 2024 planen möchte, dem sei die gedruckte oder digitale Version des Programmbuchs (salzkammergut-2024.at) ans Herz gelegt, und so ausgelutscht der Satz, hier trifft er zu: Es ist für jede und jeden etwas dabei.

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