Ein Abschied, Jubiläen und viele Morde

Das „Tatort“-Jahr 2022: Meret Becker hört auf, Münster-Team wird 20 und das Kölner Duo 25

Am 16. Jänner ist für Frank Thiel (Axel Prahl) und Prof. Karl-Friedrich Börne (Jan Josef Liefers) ein Fall in Münster zu klären.
Am 16. Jänner ist für Frank Thiel (Axel Prahl) und Prof. Karl-Friedrich Börne (Jan Josef Liefers) ein Fall in Münster zu klären. © WDR/Molina Film/Thomas Kost

Auch im neuen Jahr werden alte Traditionen hochgehalten — der Sonntagabed gehört den Krimifans. Beim „Tatort“ steht 2022 der 1200. Film an und 20 Teams werden auf ORF 2 und auf ARD ermitteln. Worum es gehen wird? Eine Übersicht:

MÜNSTER: Am 16. Jänner kommt der 40. Fall des populären Teams Thiel und Boerne (Axel Prahl und Jan Josef Liefers). Das Duo wird 20 Jahre alt. In dem Film hat Kommissar Thiel einen Erinnerungsverlust. Und in einem Wald wird sein früherer Vorgesetzter bei der Hamburger Mordkommission ermordet aufgefunden. Laut WDR gibt es im Jubiläumsjahr drei Münster-„Tatorte“.

SAARBRÜCKEN: Im neuen Saar-„Tatort“ mit dem Titel „Das Herz der Schlange“ (23. Jänner) haben es Hölzer und Schürk (Vladimir Burlakov und Daniel Sträßer) mit der rätselhaften Auffindung einer Frauenleiche in einer Villa zu tun.

KÖLN: Ein Vierteljahrhundert sind Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Schenk (Dietmar Bär) im kommenden Oktober nun schon dabei. Drei Fälle gibt es wieder 2022. Im ersten davon mit dem Titel „Vier Jahre“ rollen die beiden den Todesfall eines Schauspielers wieder auf.

Zweimal Falke & Grosz

SCHWARZWALD: Der SWR-Krimi mit Eva Löbau und Hans-Jochen Wagner kommt zweimal: In „Saras Geständnis“ wird eine Frau nach vier Jahren Haft erneut in einen Tötungsfall verwickelt. Im anderen Fall verschwinden ein Vater und sein fünfjähriger Sohn.

FRANKEN: Der achte „Tatort“ mit Dagmar Manzel und Fabian Hinrichs kommt laut BR im Frühjahr und handelt vom Mord an einem IT-Spezialisten.

HAMBURG: Das NDR-Team Falke und Grosz (Wotan Wilke Möhring und Franziska Weisz) hat es im Fall „Tyrannenmord“ mit dem verschwundenen 17-jährigen Diplomatensohn eines Landes zu tun, dessen Machthaber bald in Deutschland erwartet wird. Der Krimi „Schattenleben“ führt dagegen in die linksautonome Szene Hamburgs.

FRANKFURT AM MAIN: Zwei Fälle kommen 2022 — im einen wird am Stadtrand eine Frauenleiche im Wald entdeckt. Als Janneke und Brix (Margarita Broich und Wolfram Koch) an der Fundstelle eintreffen, ist die Leiche jedoch verschwunden. Im zweiten Krimi gibt es ein Wiedersehen mit dem früheren Leipziger „Tatort“-Star Martin Wuttke, der hier einen umstrittenen Psychoanalytiker mimt. In einer seiner Sitzungen gab es sechs Tote.

WIESBADEN: Ulrich Tukur hat 2022 wieder einen „Tatort“-Einsatz, es ist sein elfter seit 2010 und er trägt den Titel „Murot und das Kind“.

DRESDEN: Zwei sächsische „Tatort“-Krimis gibt es wieder. Einmal müssen die Kommissarinnen Gorniak und Winkler (Karin Hanczewski und Cornelia Gröschel) eine Bluttat aufklären, bei der vom Opfer jede Spur fehlt. Im anderen Fall wird eine Klatschreporterin entführt und später auch Kommissariatsleiter Schnabel (Martin Brambach).

KIEL: Im Krimi „Borowski und der Schatten des Mondes“ will Borowski (Axel Milberg) den Tod seiner Jugendliebe Susanne aufklären, deren Skelett nach einem Sturm unter einer entwurzelten Eiche aufgetaucht ist.

BERLIN: Der letzte und 15. „Tatort“ mit Meret Becker als Nina Rubin kommt im Frühjahr. Sieben Jahre war sie dann dabei. „Es folgt eine Solo-Ermittlung von Robert Karow (Mark Waschke), die voraussichtlich Ende 2022 zu sehen sein wird“, heißt es vom RBB. Die Dreharbeiten mit dem neuen Duo Waschke und Corinna Harfouch seien für den Sommer geplant, die Ausstrahlung dann für Frühjahr 2023.

GÖTTINGEN: Nachdem sich an Weihnachten 2021 ein Solo-Krimi mit Maria Furtwängler (und als Gast Udo Lindenberg) ins Programm schlich, kommt 2022 wieder ein Fall von Charlotte Lindholm (Furtwängler) und Anaïs Schmitz (Florence Kasumba) als Duo. Darin geht es um die Vergewaltigung und Ermordung einer Studentin.

Inkasso-Heinzi ist zurück

BREMEN: Zwei Bremer Krimis sollen 2022 kommen, einer davon unter der Regie von Anne Zohra Berrached ist schon abgedreht. Darin suchen die Kommissarinnen Liv Moormann und Linda Selb (Jasna Fritzi Bauer und Luise Wolfram) nach dem Tod einer Frau und einer kryptischen Nachricht nach deren kleiner Tochter.

LUDWIGSHAFEN: Ulrike Folkerts ist 2022 schon 33 Jahre beim „Tatort“. Ihre Lena Odenthal hat es im Fall „Das Verhör“ mit einem mutmaßlichen Frauenhasser zu tun, im zweiten Krimi ermitteln Odenthal und Johanna Stern (Lisa Bitter) im Todesfall eines Neunjährigen, der in seiner Umgebung jede Menge Aggressionen auslöste.

MAINZ: Heike Makatsch ist laut SWR wieder im Einsatz. In ihrem inzwischen vierten Fall als Ellen Berlinger geht es um den Tod einer reichen Witwe, eine Frauenfreundschaft und einen jungen Liebhaber.

MÜNCHEN: Dreimal kommen Batic und Leitmayr (Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl) laut BR — und zwar zu Fasching („Kehraus“), im Sommer („Flash“, ein Fall mit dem dementen Ex-Therapeuten eines Mörders) und im Dezember. Der Weihnachtskrimi ist dann der 90. Fall der Münchner seit 1991 — mit einem Krimidinner beim Kollegen Kalli: „Ein Opfer, sechs Gäste und jeder oder jede könnte den Mord begangen haben.“

WIEN: Zwei neue Austro- „Tatorte“ mit Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser sind laut ORF vorgesehen. In „Alles was recht ist“ erwirkt der Anwalt eines geständigen Doppelmörders einen Freispruch und ist kurz danach tot. In dem Film ist Inkasso-Heinzi (Simon Schwarz) wieder einmal mit dabei. Im Krimi „Das Tor der Hölle“ geht es um den Tod eines Priesters, der ein Satans-Amulett bei sich trug.

ZÜRICH: Zwei Schweizer „Tatort“-Folgen soll es 2022 geben. Im Frühjahr kommt „Schattenkinder“ (über einen bizarren Mord in der Zürcher Kunstszene) und im Herbst „Risiken mit Nebenwirkungen“ (über den Tod einer Anwältin, die eine aufstrebende Pharmafirma beriet).

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