Ein Genuss für Aug und Ohr

Internationale Orgelnacht in der Stiftsbasilika St. Florian

Bei der Orgelnacht der Brucknertage in St. Florian haben es die Besucher bequem und kommen den Künstlern ganz nahe.
Bei der Orgelnacht der Brucknertage in St. Florian haben es die Besucher bequem und kommen den Künstlern ganz nahe. © R. Winkler

Die VIII. Internationale Orgelnacht im Zuge der Brucknertage in der Basilika von St. Florian ist eine Konzertnacht für alle Sinne. Die zahlreichen Gäste können im sitzen, im Kirchenraum gehend, gemütlich liegend oder an verschiedenen Plätzen stehend die Raumakustik erleben. Dank Video-Übertragung auf eine große Leinwand kann man die Künstler an der Brucknerorgel sehen und vor allem ihre Beinarbeit am Pedal bewundern sowie an den vier Manualen, die eingestellten Klangregisterzüge hören und sehen, außerdem Einblick in das am Pult liegende Notenmaterial gewinnen. Also ein besonderer Genuss für Aug und Ohr mit packendem Raumklangerlebnissen.

Europäischer Austausch von Kultur

In diesem Jahr stand die Orgelnacht unter dem Gedanken eines europäischen Kulturaustausches. In vier Konzerten präsentieren zwei Organistinnen und zwei Organisten spezielle Werke ihres Heimatlandes: Christiane Bräutigam aus dem sächsischen Torgau spielte Musik aus dem mitteldeutschen Raum mit Bach, Mendelssohn Bartholdy, einer Toccata von Volker Bräutigam (*1939) und einer sehr gelungene Improvisation über Themen von Bruckner. Der französische Meister aus Paris, Eric Lebrun, spielte Werke von César Franck zum 200. Geburtstag und von Oliver Messiaen zum 30. Todestag.

Aus Italien kam Mario Ciferi und meisterte eine groß angelegte „Orgelsonate zur Jahrhundertwende“ und neue Werke von Ludwig Neuhoff und Pietro Alessandro Yon. Aus St. Petersburg kam die am Mussorgsky Theater ausgebildete und nun dort lehrende Olga Tarasevich mit russischer Orgelmusik von Schostakowitsch und Georgi Alexandrowitsch Muschel, bevor sie im Konzert für Orgel, Streicher und Pauken (Engelbert Gagl) mit dem Altomonte Orchester unter der Leitung von Matthias Giesen ihren großen Solo-Einsatz bei Francis Poulencs (1899-1963) dreisätztigem Werk mit Bravour meisterte. Mit großem Applaus im vollen Kirchenraum bedankten sich die Besucher für das besondere Klangereignis, obschon es kurz vor Mitternacht war.

Von Christine Grubauer

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