Eine Generation im Krisenmodus

24. Jugend-Medien-Festival „Youki“ von 11. bis 15. Oktober in Wels

Für junge Leute heuer auch die Schiene „Survive“ im Programm: Festivalleiter Philipp Feichtinger und Anna Rieder. Bild rechts aus dem Beitrag „Lost“ von Leon Fasthuber.
Für junge Leute heuer auch die Schiene „Survive“ im Programm: Festivalleiter Philipp Feichtinger und Anna Rieder. © Paul Pibernig

Die 24. Ausgabe des Internationalen Jugend-Medien-Festivals „Youki“ findet von 11. bis 15. Oktober und wie schon im Vorjahr auf mehreren Kanälen — im Programmkino Wels, live auf Dorftv und Okto und ondemand im KINO VOD CLUB — statt. Präsentiert werden dabei 79 Filme aus 31 Ländern, wie die Festivalleitung im Vorfeld informierte.

Aus über 800 Einreichungen aus 75 Ländern wurde das Festivalprogramm zusammengestellt. Zu sehen sind Spielfilme, Dokus, Musikvideos, Trickfilme oder Essays, die allesamt nicht länger als 20 Minuten dauern, hieß es in den Unterlagen zur Pressekonferenz. Vergeben werden von einer fünfköpfigen Jury drei Hauptpreise in den Altersgruppen 23-27 Jahre, 18-22 Jahre und 13-17 Jahre sowie ein „Innovative Film Award“, ein „Austrian Award“ sowie von den Zuseherinnen und Zusehern ein Publikumspreis im Gesamtwert von 5100 Euro.

Im Rahmen des Festivals zu sehen sind unter anderem „The three Portraits of Chaos“ der 18-jährigen französischen Filmemacherin Liselotte Séchet, der einen Einblick in das geistige Innenleben einer Filmemacherin in Zeiten der Selbstisolation bietet, ebenso wie „Yellow Line“ der 26-jährigen Katayoun Parmar aus dem Iran über eine junge Frau, die davon träumt, Tänzerin zu werden, während die Orte, an denen sie sich frei bewegen kann, immer weiter eingeschränkt werden.

Des Weiteren steht die Symbiose aus Tanzmusik und Musikvideo mit dem Titel „What separates us?“ der 20-jährigen Österreicherin Leonie Wimmer auf dem Programm, ebenso wie die Satire „The Cabbage Statue“ der 22-jährigen Megan Lim En aus Singapur. „The Hole“ des 15-jährigen Polen Piotr Kaźmierczak ist ein Animationsfilm, der mit Papier und Stift Einblicke in die Gefühlswelt des Protagonisten bietet.

Neben dem sich über drei Tage erstreckenden Wettbewerbsprogramm bietet das Festival auch ein umfangreiches Rahmenprogramm, insbesondere für Schulklassen. Dieses nimmt unter dem Titel „Survive“ die aktuellen Krisen in den Blick: „Klimakrise, Corona, düstere Ausblicke für die Zukunft und Krieg in Europa. Es ist wirklich Zeit, einer in Krisenstimmung aufgewachsenen Generation die notwendige Bühne zu bieten, zuzuhören und gemeinsam handlungsfähig zu werden“, so Philipp Feichtinger, der gemeinsam mit Anna Rieder das Festival leitet.

Programm und Tickets unter www.youki.at

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