Kunst Haus Wien setzt 2022 seinen Öko-Schwerpunkt fort

Das Kunst Haus Wien setzt im kommenden Jahr seinen Öko-Schwerpunkt fort und widmet sich sowohl in den Hauptausstellungsräumen als auch in der Garage der künstlerischen, zumeist fotografischen Auseinandersetzung mit Natur und deren Zerstörung sowie den Folgen des Klimawandels, wie aus der nun veröffentlichten Programmvorschau hervorgeht. Darüber hinaus wird die zweite Ausgabe der vom Kunst Haus organisierten „Foto Wien“ nachgeholt.

Diese hatte im heurigen Frühjahr coronabedingt nicht stattfinden können. Nun versucht man es von 9. bis 27. März 2022 als neuen Festivalzeitraum. In diesen drei Wochen stehen mehr als 160 Ausstellungen und über 300 Veranstaltungen am Programm. Museen, Galerien, Kunstunis und Ausstellungsräume zeigen aktuelle fotografische Positionen. Als Festivalzentrale fungiert das Atelier Augarten. Symposien, Talks, Guided Tours und Studio Visits werden ebenfalls angeboten.

„Wenn der Wind weht“ heißt dann die erste Großschau des kommenden Jahres, die ab 12. März und bis 28. August zu sehen ist. 20 internationale und heimische Künstlerinnen und Künstler – darunter Marina Abramovic & Ulay, Ana Grlic, Ayumi Ishii, Ulrike Königshofer oder Werner Reiterer – nähern sich dabei dem unsichtbaren und nicht zuletzt in Pandemiezeiten – Stichwort Aerosole – omnipräsenten Element Luft. Die Arbeiten thematisieren nicht nur dessen Lebensenergie, sondern auch die Gefahr von Orkanen, Luftverschmutzung und Erderwärmung.

Ab 15. September kann man im Kunst Haus dann „Unseen Places“ (bis 12. Februar 2023) besichtigen. Der Tiroler Fotograf Gregor Sailer, dem hier seine erste große Ausstellung in Österreich gewidmet ist, hält mit seiner Kamera unzugängliche Landschaften, abgeriegelte Territorien oder militärische Sperrgebiete – kurzum: surreale Architekturen an den Randzonen menschlicher Zivilisation – fest und zeigt, welche Prozesse zur Existenz dieser Orte führen, seien es Klimawandel, politische Konflikte oder übersteigertes Sicherheitsbedürfnis. Sailers Bilderserien führen von geschlossenen Stadtformen in Algerien oder Chile über Gefechtsübungszentren in den USA und Europa bis zu Fahrzeugtest-Citys in Schweden.

Die Garage im Kunst Haus Wien wird im kommenden Jahr mit drei Ausstellungsprojekten bespielt. Angeregt vom Insektensterben nehmen Christina Zurfruh und Bernhard Frue ab 7. April und bis 5. Juni in „Binsekt“ das Leben der Insekten im und um den städtischen Raum ins Visier. Ab 16. Juni untersucht die Gruppenausstellung „Teach Nature“ (bis 2. Oktober) die Bedeutung von Natur für die Kunstproduktion. Studentinnen und Studenten von Mona Hahn und Heimo Zobernig sind in Lockdownzeiten in heimische Nationalparks ausgeschwärmt und haben nach Gesprächen mit Rangern die gewonnenen Eindrücke in ihren Arbeiten umgesetzt. Einen kritischen Blick auf Fast Fashion, also billige Wegwerfmode, wirft schließlich Stefanie Moshammer in der Schau „We love our customers“, die ab 13. Oktober und bis 19. Februar 2023 gezeigt wird. Dafür wird die Künstlerin ihre Fotografien mit einer Installation aus ausrangierten Kleidungsstücken verbinden.

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(S E R V I C E – )

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