Kulturbereich sieht Ampelstufe Gelb gelassen

Zufrieden mit den Folgen der Corona-Ampel für den Kulturbereich hat sich am Freitag Staatssekretärin Andrea Mayer (Grüne) gezeigt. “Die Corona-Ampel stellt ein sinnvolles Arbeitsinstrument dar, um angemessen auf die jeweilige Situation in der jeweils betroffenen Region reagieren zu können. Mit den Rahmenbedingungen können auch die Kulturinstitutionen gut arbeiten”, unterstrich sie im APA-Gespräch.

Ihr sei wichtig gewesen, dass auch bei Ampelfarbe Gelb große Veranstaltungen stattfinden können und den Künstlerinnen und Künstlern Auftrittsmöglichkeiten geboten werden, was der Fall sei: “Der Unterschied zwischen Ampelfarbe Grün und Gelb ist nicht so groß.” Eine zentrale Differenz sei, dass der Mund-Nasen-Schutz bei Gelb auch während der Vorstellung getragen werden muss: “Bei Gelb wäre das auch am Platz geplant.”

Sie sei jedenfalls zuversichtlich, dass man derzeit über die Folgen eines möglichen Springens auf Orange angesichts der aktuellen Lage nicht spekulieren müsse, betonte Mayer. Im hypothetischen Falle stehe natürlich fest: “Bei Orange wird der Veranstaltungsbereich leiden.” Aber auch dann noch wäre das Abhalten von Events möglich – mit maximal 250 Personen im Innenraum, wie derzeit bei den Mindestmaßnahmen avisiert. Noch sei diese Größe aber nicht in Stein gemeißelt: “Die 250 Personen sind eine Richtzahl.” Zunächst einmal müsse bis Anfang Oktober die gesetzliche Grundlage und darauf basierend die Verordnung folgen.

Auch bei den Bundestheatern nimmt man die Nachricht von der Gelb-Einstufung Wiens gelassen auf. “Das bedeutet keine große Veränderung. Insofern macht mir die Ampel derzeit keine großen Sorgen”, unterstrich Bundestheater-Holding-Geschäftsführer Christian Kircher gegenüber der APA.

Zur Frage, ob der Mund-Nasen-Schutz ab kommendem Monat dann auch während der Vorstellung am Platz verpflichtend zu tragen ist oder ob es bei der Empfehlung bleibt, sei wohl das letzte Wort noch nicht gesprochen: “Wir empfehlen es jetzt schon. Und ob es verpflichtend wird, müssen die kommenden Wochen bis zum 1. Oktober zeigen. In der Umsetzung der Maßnahmen wird es sicher noch Konkretisierungen geben.”

Anders stellte sich im Fall der Fälle die Lage dar, sollte die Ampel einmal auf Orange springen. “Orange wäre eine Katastrophe”, unterstrich Kircher. Eine dann in Aussicht gestellte Beschränkung des Publikums auf 250 Besucherinnen und Besucher würde eine Rückabwicklung eines Großteils der verkauften Karten bedeuten. “Dafür reicht uns eine Woche Vorlauf sicher nicht aus”, machte der Holding-Geschäftsführer deutlich.

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