Kunst auf Mühlviertlerisch

Festival der Regionen startet am 28. Juni in und rund um Perg mit 30 heimischen und internationalen Projekten — Eine Auswahl

Ein Volxfest, bei dem traditionelles Kulturgut spielerisch wiederbelebt wird, oder der Besuch heimischer Landwirte — das Festival der Regionen zeigt sich in 30 Projekten wie gewohnt vielfältig.
Ein Volxfest, bei dem traditionelles Kulturgut spielerisch wiederbelebt wird, oder der Besuch heimischer Landwirte — das Festival der Regionen zeigt sich in 30 Projekten wie gewohnt vielfältig. © Airan Berg

Es werde sowohl die Geschichte als auch die Gegenwart der Region behandelt, sagt Leiter Airan Berg bei der Programmpräsentation des Festivals der Regionen, das heuer vom 28. Juni bis 7. Juli rund um die Mühlviertler Stadt Perg stattfindet. „Das Festival geht an seine Ursprünge zurück, eine ganze Region zu bespielen“, so Berg. Insgesamt werden 30 Projekte realisiert, von denen zwölf von Kulturschaffenden aus der Region Perg-Strudengau umgesetzt werden, sechs kommen zusätzlich aus Oberösterreich, fünf aus Österreich und sieben Arbeiten zum Festivalthema „Soziale Wärme“ sind von internationalen Künstlern.

Das Festival der Regionen sei ein wichtige Marke des Kulturlandes Oberösterreich, betont Landeshauptmann Thomas Stelzer: „In Oberösterreich spielt sich Kultur in der regionalen und inhaltlichen Breite ab.“ Auch das Thema passe gut für Oberösterreich, wo wirtschaftlicher Erfolg Hand in Hand mit sozialer Stärke gehe.

Die Eröffnung findet am 28. Juni an zwei Orten statt — um 16.30 Uhr wird der Audioweg Gusen (zur ehemaligen KZ-Anlage) neu eröffnet, um 20 Uhr startet das Konzert „Genau!“ im Freibad Perg. An die 200 Beteiligten formen einen Chor und ein Orchester der Bürger, die die gemeinsam komponierte, getextete und erarbeitete Musik zum Besten geben. Bereits ab 15 Uhr werden Kostproben anderer Festivalprojekte rund um die Eröffnung gezeigt.

„Neamd is besser drau, weil a aundara nix hod“

Das Künstlerkollektiv Time’s Up wird bis 7. Juli mit einem mobilen Kiosk, der Wärmegreißlerei, unterwegs sein. Mit landwirtschaftlicher Arbeit setzt sich Sarah Maria Kamleitner in ihrer Arbeit „Eine Tonne“auseinander, „Frauenwelten“ begegnet man in den Ausstellungen von Elisa Andessner und Johanna de Tessières im Perger Festivalzentrum Kriegergut.

„Neamd is besser drau, nur weil a aundara nix hod“ — der sozialen Wärme auf Mühlviertlerisch widmet sich die aus St. Nikola/Donau stammende Künstlerin Anna Maria Brandstätter. Dialektwörter werden im öffentlichen Raum angebracht und reflektieren das Festivalthema in der ganzen Region.

Aus altem Stoff Neues entstehen zu lassen, ist die Vision hinter dem Projekt „Ge_wanden“, bei dem gemeinsam gewebt und erzählt wird. Bauernhöfe der Region können bei „Alte Böden, neue Standbeine“kennengelernt werden und richtig abgefeiert wird am 29. Juni beim OpenAir-Konzert im Kriegergut. Auf der Bühne neben Pippa und Sakura u.a. die Sofa Surfers und Attwenger.

Mit Filmemacher Andreas Gruber können die Drehorte seines Streifens „Hasenjagd — Vor lauter Feigheit gibt es kein Erbarmen“ erwandert werden. Der Film wird auch mehrmals in Anwesenheit des Regisseurs gezeigt.

Zur Einstimmung auf das Abschlusskonzert am 7. Juli in Mauthausen findet am Tag davor beim Jägerwirt in der Au ein Volxfest mit Simon Mayer und Teresa Distelberger statt. mmo

Wie ist Ihre Meinung?