Kurz besucht Oasen der Hoffnung

Kanzler bereitet in Äthiopien und Ruanda Wiener Afrika-Forum vor

Selfie mit Kanzler Kurz beim Besuch im Start Up „Blue Moon“ in Addis Abeba.
Selfie mit Kanzler Kurz beim Besuch im Start Up „Blue Moon“ in Addis Abeba. © APA/BKA/Tatic

Mit einem Besuch im Vorzeigeland Äthiopien hat Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Donnerstag eine dreitägige Ostafrika-Reise gestartet. Man erwarte sich vor allem stärkere Handelsbeziehungen, Investitionen und technischen Austausch, erklärten Kurz und der äthiopische Premier Abiy Ahmed bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in der Hauptstadt Addis Abeba.

 

Österreich sei einer der „ältesten Freunde“ Äthiopiens, betonte Abiy, der Kurz mehrmals als seinen „Bruder“ bezeichnete und von einem „historischen Besuch“ sprach. Kurz wiederum würdigte Abiys Reformen der vergangenen Monate. Der Premier ist erst seit April im Amt – und hat große Pläne. Nachdem er sich in diesem Sommer scheinbar über Nacht mit dem Nachbarland Eritrea aussöhnte und einen Kompromissvorschlag für die Grenzziehung akzeptiert hatte, versucht er, demokratische Reformen voranzutreiben. In Äthiopien, so auch in Ruanda – die zweite Station des Trips – herrsche eine „Aufbruchsstimmung“, so Kurz. Beobachter sprechen von einem Wandel „gigantischen“ Ausmaßes.

Mit der Afrika-Reise bereitet Kurz das EU-Afrika-Forum vor, das am 18. Dezember in Wien stattfindet. Das Event steht unter dem Motto „Innovation und Digitalisierung“. Es geht um verstärkte wirtschaftliche Zusammenarbeit bzw. ausländische Investitionen. „Natürlich werden wir aber auch in der Entwicklungszusammenarbeit engagiert bleiben“, verspricht der Kanzler.