Kurz: „Gemeinsamer Kampf gegen illegale Migration!“

Österreich sagt breite Unterstützung für Westbalkanstaaten zu

Innenminister Karl Nehammer und Bundeskanzler Sebastian Kurz (von links) fordern europäische Perspektiven für die Westbalkanstaaten.
Innenminister Karl Nehammer und Bundeskanzler Sebastian Kurz (von links) fordern europäische Perspektiven für die Westbalkanstaaten. © APA/Jäger

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) lädt die Regierungschefs der Westbalkan-Staaten am Freitag zu Gesprächen über die Migration zu einem Gipfel in das Bundeskanzleramt nach Wien ein.

Neben dem Kampf gegen illegale Migration geht es um die EU-Perspektive für alle Westbalkanstaaten, die Bekämpfung der Covid-Pandemie sowie wirtschaftliche Unterstützung nach der Krise.

Gäste im Bundeskanzleramt sind die Ministerpräsidentin von Serbien, Ana Brnabic, der Premierminister von Nordmazedonien, Zoran Zaev, der Vorsitzende des Ministerrates von Bosnien-Herzegowina, Zoran Tegeltija, der Premierminister von Montenegro, Zdravko Krivokapic und der Premierminister des Kosovo, Albin Kurti sowie der EU-Sonderbeauftragte Miroslav Lajcak. Auch aus Albanien wird eine Regierungsvertreterin erwartet.

Migrationsdruck steigt

Kurz betonte im Vorfeld des Treffens, sich gemeinsam mit den Westbalkan-Staaten zum Kampf gegen illegale Migration zu bekennen.

Experten des Innenministeriums gehen davon aus, dass der Migrationsdruck in Richtung EU wieder zunehmen wird. Rund 80.000 illegale Migranten würden sich derzeit in Griechenland und den Westbalkan-Staaten befinden.

„Wir unterstützen die Balkan-Staaten dabei, Rückführungen zu organisieren. Ein Großteil der Menschen, die derzeit dort sind, hat kein Recht auf Asyl in Europa“, erklärte Nehammer.

Kurz versicherte den Westbalkanländern die „volle Unterstützung“ Österreichs beim Weg in die EU sowie beim Kampf gegen die Pandemie. „Die EU wird erst vollständig sein, wenn alle Staaten des Westbalkans beigetreten sind.“

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