KV-Verhandlungen im Tourismus gehen in die nächste Runde

Die im Februar gestarteten Kollektivvertragsverhandlungen für die Arbeitnehmer im heimischen Tourismus gehen am Freitag, in die nächste und damit fünfte Runde. Dabei kommt es bestenfalls zu einem Lohnabschluss, die Rahmenbedingungen werden zunächst nicht behandelt.

“Wir haben uns darauf geeinigt, dass wir die Lohnverhandlungen engagiert weiterführen, die Rahmenverhandlungen sind derzeit auf Eis gelegt”, sagte der Vorsitzender des Fachbereichs Tourismus in der Gewerkschaft vida, Berend Tusch, im Vorfeld der Gespräche zur APA.

Die rund 220.000 Beschäftigten der Branche sollen “ab 1. Mai entsprechende Erhöhungen” bekommen, so das erklärte Ziel. Auf einen konkreten, von den Arbeitnehmervertretern geforderten Prozentsatz für die Anhebung der Gehälter wollte sich Tusch nicht festlegen, denn die Bundesländer und die einzelnen Lohntabellen seien unterschiedlich strukturiert. Zum Teil gibt es Festlohn- und zum Teil Mischsysteme.

“Bei den Lehrlingen muss sich deutlich etwas tun”, so der Standpunkt der Gewerkschaft. Auch diverse Zulagen sollen ihrer Meinung nach erhöht werden – die Arbeitgeber wiederum wollen Nachtdienst- und Fremdsprachenzulagen laut Tusch streichen. Bei den Rahmenbedingungen für die Beschäftigten habe es bisher “keine Annäherung” zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern gegeben, berichtete der Gewerkschafter.

“Sobald wir die Lohnverhandlungen abgeschlossen haben, werden wir die Rahmenverhandlungen wieder aufnehmen”, kündigte Tusch an. “Unser Forderungspaket steht.” Damit sollen “die richtigen Akzente für die Beschäftigten” gesetzt werden: Eine garantierte Ruhezeit von elf Stunden nach der 11. und 12. absolvierten Arbeitsstunde und ein garantiertes freies Wochenende im Monat. Ebenfalls gewünscht sind Gratisquartiere für Lehrlinge.

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