Längere Quarantäne bei Mutationsverdacht auch in OÖ

Auch Oberösterreich verlängert die Quarantäne für Fälle, in denen ein Mutationsverdacht vorliegt, von zehn auf 14 Tage.

Gesundheitsreferentin LH-Stv. Christine Haberlander (ÖVP) kritisierte am Montag jedoch, dass durch den neuen Erlass des Bundes das Contact Tracing „verkompliziert und verlangsamt“ werde und pochte auf eine „bundesweit praktikable Vorgehensweise“.

Liegt ein Mutationsverdacht vor, wird die Quarantäne auf 14 Tage verlängert – eine Beendigung ab dem 10. Tag ist nur mit einem negativen Test möglich – und zudem die Nachverfolgung von Kontaktpersonen von 48 auf 96 Stunden vor Erkrankungsbeginn erweitert.

Da ein Mutationsverdacht erst nach einem zweiten PCR-Test bekannt und dann weiteres Kontaktpersonen-Management nötig werde, entstehe eine enorme Mehrbelastung für die Mitarbeiter der Behörden, so Haberlander.

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Die Unterscheidung zwischen einem Mutationsverdachts- und einem „normalen“ Corona-Fall „bedeutet einen erheblichen bürokratischen Mehraufwand, weil unterschiedliche Bescheide zur Absonderung ausgestellt werden müssen“.

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Derzeit besteht in Oberösterreich bei rund 50 Prozent aller Infektionen ein Mutationsverdacht – konkret sind es momentan 1.467 aktive Fälle, in denen großteils die britische Variante vermutet wird. Von der südafrikanischen Form gibt es aktuell zwei bestätigte Fälle im Bezirk Gmunden und acht Verdachtsfälle in Linz.

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