Land OÖ: Grünes Licht für Kunstrasenplätze ohne Mikroplastik

Das Land Oberösterreich fördert keine Kunstrasenplätze mit Plastikgranulat mehr. Bei einem Neubau oder einer Sanierung muss stattdessen künftig Sand verwendet werden.

Im Vorjahr war der Bau von Kunstrasenplätzen aus Umweltgründen gestoppt worden. Die EU erwägt ein Verbot von Mikroplastik, hat aber bisher noch keine Entscheidung getroffen.

In Oberösterreich gibt es bei rund 380 Fußball-Vereinen derzeit 24 Kunstrasenplätze. Sieben neue Standorte – Pischelsdorf am Engelbach, Gunskirchen, Pasching, Perg, Natternbach, Schenkenfelden und Kremsmünster – hatten bereits eine Finanzierungszusage, lagen aber wegen der ausstehenden Entscheidung in Sachen Kunststoffgranulat zuletzt auf Eis.

„Wir haben daher entschieden, generell auf das Kunststoffgranulat zu verzichten und auf eine umweltfreundliche Variante mit speziell gekörntem Sand zu setzen“, so Sport-Landesrat Markus Achleitner (ÖVP) in einer Aussendung am Donnerstag.

Er betonte, dass diese Plätze in Europa schon mehrfach umgesetzt worden seien und „auch hinsichtlich der Spieleigenschaften ausgezeichnete Referenzen“ hätten. Für den Grünen Sportsprecher Severin Mayr ist das „ein richtiger und überfälliger Schritt, der nun auf Grünen Druck gesetzt wird“.

Laut Mayr gebe ein Kunstrasenfußballplatz mit Gummigranulat pro Jahr bis zu zwei Tonnen Mikroplastik ab.

Dieses gelange durch Abrieb, Verwehung und Bewässerung ins Grundwasser und in die Nahrungskette und sei bereits in Fischen, Muscheln, Trinkwasser, Milch und Honig gefunden worden.

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