Land OÖ sagt Laserblockern in Autos den Kampf an

Landesrat Steinkellner setzt auf Kontrollen — Polizei zog heuer schon 39 derartige Geräte aus dem Verkehr — Strafe von 2000 Euro droht

LINZ — Laser- und Radarblocker erfreuen sich bei Autofahrern steigender Beliebtheit. Meist werden die Geräte im Internet ab 400 Euro als zuverlässiger Schutz vor teuren Strafzetteln angepriesen. Sie blockieren die Geschwindigkeitsmessungen für einige Sekunden, indem sie Störsignale aussenden. Dies gibt dem Lenker Zeit, das überhöhte Tempo anzupassen.

Das Land OÖ sagt jetzt diesen verbotenen Tricks den Kampf an. „Was bereits in den letzten Jahren als neuer Trend auf Österreichs Straßen vermutet wurde, zeigt sich in den Kontrollen der Exekutive immer häufiger. Wir wollen diesem Unwesen mit der konsequenten Fortsetzung der Kontrollen begegnen“, betont Infrastruktur-LR Günther Steinkellner.

Oftmals in teuren Autos

Die Polizei entgegnet solchen Laser- und Radarblockern mit Schwerpunktkontrollen. 2018 wurden im gesamten Bundesland 239 in Autos verbaute Geräte festgestellt. Heuer konnten bis dato 39 entdeckt werden. Meistens handelt es sich um Autos der gehobenen Preisklasse. Die Radarwarner werden im Kühlergrill eingebaut und warnen auch vor mobilen Radarstationen. In vielen Fällen werden die Geräte als Einparkhilfe getarnt. Nur durch eine Kontrolle können sie identifiziert werden. Mittels Schulungen werden Polizisten darauf trainiert.

„Beim Einbau von Laserblockern handelt es sich um ein Vorsatzdelikt, das entsprechend geahndet wird. Wer gesetzeskonform unterwegs sein möchte, braucht solche Geräte nicht“, sagt Klaus Scherleitner, Chef der Polizei-Verkehrsabteilung.

Geräte, mit denen technische Einrichtungen zur Verkehrsüberwachung beeinflusst oder gestört werden können, dürfen weder an Fahrzeugen angebracht noch mitgeführt werden. Die Polizei stellt in solchen Fällen die Autos an Ort und Stelle ab, bis die Geräte ausgebaut sind. Zudem beträgt die Strafe 2000 Euro.

Laut Steinkellner handelt es sich dabei um kein Kavaliersdelikt, sondern um eine massive Gefährdung der Verkehrssicherheit.

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