Landesausstellung soll planmäßig starten

Landeskulturdirektorin Margot Nazzal geht von Eröffnung am 24. April aus

Sujet der Landesausstellung 2021
Sujet der Landesausstellung 2021 © Land OÖ

„Wir liegen im Zeitplan und hoffen, wie geplant am 24. April starten zu können“, sagt Landeskulturdirektorin Margot Nazzal auf die VOLKSBLATT-Anfrage, ob denn die diesjährige Landesausstellung „Arbeit, Wohlstand, Macht“ in Steyr trotz Corona wie vorgesehen eröffnet werden könne.

„Einen Monat vor dem Start herrscht natürlich eine gewisse Hektik“, so Nazzal. „Die Objekte werden schon geliefert, der Katalog gedruckt.“

Sie ist auch selbst vor Ort, um sich ein Bild zu machen, etwa um den sanierten Innerberger Stadel zu besuchen, der künftig als Stadtmuseum fungieren wird. Auch im Museum Arbeitswelt und im Schloss Lamberg – den beiden anderen Standorten – bleiben im Sinne der Nachhaltigkeit Teile der Landesausstellung nach der Großveranstaltung, die erstmals als Green Event geführt wird, erhalten.

Auswirkungen von Corona werden thematisiert

Inhaltlich geht es am Beispiel von Steyr um die Entwicklung unserer Gesellschaft vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Auch die Auswirkungen des Coronavirus auf Gesellschaft und Arbeitswelt werden aktuell einbezogen. Im Innerberger Stadel werden nicht nur die Stadtgeschichte und das Steyrer Bürgertum beleuchtet, sondern auch das Thema Zunft anhand der für die Region typischen Nagel- und Sensenschmiede.

Das Schloss Lamberg ist der ideale Ort, um sich in seinen historischen Prunkräumen mit dem Adel zu beschäftigen, das Museum Arbeitswelt widmet sich der Arbeit. Letzteres öffnet am 24. April wieder seine Tore und will sich, wie es in einer aktuellen Aussendung heißt, zum Start der Landesausstellung mit einem Kulturcontainer, einer neuen Politikwerkstatt und diversen Veranstaltungsangeboten, woran seit September intensiv gearbeitet werde, „erfrischend neu“ präsentieren.

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Was möglichen Einschränkungen durch Corona-Regeln entgegenwirken könnte, ist, dass die Landesausstellung erstmals nicht nur an konkreten Orten stattfindet. Neben den Angeboten in den Ausstellungen schickt man die Besucher nämlich auch hinaus auf Erkundungstour durch ganz Steyr. Der öffentliche Raum zwischen den Ausstellungsorten soll mit Originalobjekten, Infotainment, interaktiven Angeboten und Visualisierungen einbezogen werden. So wird es möglich sein, zumindest Teile ständig und uneingeschränkt zu erleben.

„Wir sind trotz Pandemie guter Dinge, dass alles planmäßig verlaufen kann. Die Landesausstellung ist ein wichtiges Zeichen, dass Kultur wieder stattfinden kann“, betont Nazzal.

Von Melanie Wagenhofer

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