Landesenergieversorger kritisieren Verbund

Nachdem der teilstaatliche börsennotierte Energieversorger Verbund heuer eine Sonderdividende von 400 Mio. Euro angekündigt hat und insgesamt 1,2 Mrd. Euro ausschütten will, kommt Kritik von Landesenergieversorgern. „Wenn uns der Verbund Rabatt gewährt, geben wir ihn den Kunden weiter“, sagt EVN-Chef Stefan Szyshkowitz der „Krone“ (Donnerstag). „Besser wäre es gewesen, die Mehrwertsteuer auf Strom zu senken“, sagt der Chef der Salzburg AG, Leo Schitter, im selben Bericht.

Je weniger eigene Kraftwerke die Landesenergieversorger haben, desto mehr Strom zum hohen Marktpreis von mehr als 200 Euro je Megawattstunde müssen sie vom Verbund kaufen. Dieser produziert in seinen Wasserkraftwerken den Strom deutlich unter dem Marktpreis.

Der Verbund gewährt auch seinen Kunden wie berichtet zudem einen Rabatt von zwei Monatsrechnungen. „Wenn uns der Verbund einen Sonderrabatt auf unsere Einkäufe gewährt, dann können wir den gerne an die Kunden weitergeben“, so EVN-Chef Szyszkowitz zur „Kronen Zeitung“. „Wir müssen 80 Prozent unseres Stroms bei ihm kaufen.“ Schitter von der Salzburg AG hat einen anderen Vorschlag: „Die Umsatzsteuer auf Strom temporär zu senken, würde allen Österreichern rasch helfen und einkommensschwache Haushalte entlasten.“

Bei der Wien Energie verweist man laut Bericht darauf, dass die Stadt Ende Juni/Anfang Juli ohne Antrag eine „Energieunterstützung Plus“ von 200 Euro an besonders betroffene Menschen in Wien (z. B. Mindestsicherungsbezieher, Mindestpensionisten, Arbeitslose) auszahlt.

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