Landeskulturbeirat appelliert an Stadt Linz

Der Linzer Bürgermeister, Klaus Luger, will ab 2020 weder für Landestheater noch Bruckner Orchester finanzielle Beiträge leisten. © APA/HERBERT PFARRHOFER

Der oö. Landeskulturbeirat appelliert dringend im Interesse des Publikums und der Künstlerinnen und Künstler an die Stadt Linz, den Entzug der Unterstützung für Theater, Orchester und Brucknerhaus nochmals zu überdenken“, hieß es am Dienstag in einer Aussendung des LKB. Dieser Stellungnahme war freilich eine hitzige Debatte vorausgegangen. In dieser wurde aufs Tapet gebracht, dass im Internet Sätze wie „Das Musiktheater Linz ist eine Spielstätte des Landestheaters Linz und dient als Theater- und Opernhaus der Stadt Linz“ vorkommen. Es wäre durchaus denkbar, dass dieser Text mit mehr als einer Million Klicks möglicherweise bald gelöscht werden müsse, hieß es in der Sitzung des Landeskulturbeirats. Nach der Ankündigung der Stadt Linz unter Bgm. Klaus Luger, ab 2020 weder für Landestheater noch Bruckner Orchester finanzielle Beiträge leisten zu wollen, wäre die künstlerische Arbeit dieser Institutionen in Frage gestellt, zudem wäre die Zusammenarbeit mit dem Brucknerhaus nicht mehr relevant. Erst kürzlich meinte Chefdirigent Markus Poschner im VOLKSBLATT-Interview, dass sich der Theatervertrag auch auf die Gestaltung der kostenlosen Konzerte des Bruckner Orchesters im Brucknerhaus und auf die Mitwirkung am Brucknerfest beziehe. In der Sitzung wurde festgehalten, dass die Stadt Linz ideell und real am meisten von diesen großen Kulturinstitutionen profitiert. Ein herber Image-Verlust ist — wie im VOLKSBLATT berichtet — schon jetzt durch die Ankündigung von Bgm. Klaus Luger gegeben, der die Auflösung des Theatervertrages unterschrieben hat und den Gemeinderatsmitgliedern nahelegt, der Auflösung am 6. 12. zuzustimmen. Eine Petition gegen diese Maßnahme soll schon an die 15.000 Unterschriften gefunden haben.