„Lange Nacht der Museen“ geht in die 19. Runde

Rund 700 Museen, Galerien und Kulturinstitutionen in ganz Österreich sowie in Teilen von Slowenien, Liechtenstein, der Schweiz und Deutschland beteiligen sich heuer an der „Langen Nacht der Museen“, die am 6. Oktober in die 19. Runde geht. Von 18 bis ein Uhr Früh können sich Interessierte erneut mit nur einem Ticket ins kulturelle Abenteuer stürzen und dafür auch eigene Busse in Anspruch nehmen.

Im Vorjahr wurden in 670 Häusern 362.460 Besuche gezählt. ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz hob bei der heutigen Präsentation daher die „erfolgreiche Partnerschaft der österreichischen Museen und des ORF für das Publikum“ besonders hervor: „Mehr als sechs Millionen Besucherinnen und Besucher seit dem Jahr 2000 machen die ‚ORF-Lange Nacht der Museen‘ zu einem jährlichen Höhepunkt des österreichischen Kulturkalenders.“

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Tickets kosten 15 bzw. 12 Euro (ermäßigt) und gelten als Eintrittskarten für alle beteiligten Institutionen, als Tickets für die Shuttles sowie in Wien und Vorarlberg auch als Fahrschein für die öffentlichen Verkehrsmittel. Höhepunkt der begleitenden ORF-Berichterstattung ist eine 45-minütige ORF III-Sondersendung mit Live-Einstiegen von diversen Schauplätzen. Wie jedes Jahr gibt es zu diesem Anlass in vielen teilnehmenden Institutionen ein besonderes Angebot mit Sonderausstellungen und Spezialführungen. 288 Museen warten mit kindergerechten Zusatzangeboten auf.

In Wien befindet sich der „Treffpunkt Museum“, von dem aus die Routen starten, am Maria-Theresien-Platz. 135 Museen und Sammlungen der Bundeshauptstadt nehmen teil, darunter als Newcomer das Bezirksmuseum Wieden, das Schildermalermuseum oder die auf Street Art spezialisierte Galerie „Kolja Kramer Fine Arts“. Für „Hands Up – Eintauchen in die Welt der Gehörlosen“ sollte man sich so wie für das Sehbehinderten-Pendant „Dialog im Dunkeln“ ab 18 Uhr unbedingt Platzkarten für die Führungen besorgen, da die Kapazität stark begrenzt ist. Im Funkhaus gibt es dagegen halbstündlich Backstage-Führungen, und die ganze Nacht sind drei historische Tramwayzüge des „Wiener Tramwaymuseums“ als „Rollende Museen“ unterwegs.

38 Institutionen – vom Friedensmuseum Schlaining bis zur Gedenkstätte Kreuzstadl in Rechnitz – sind heuer im Burgenland mit dabei, „Treffpunkt Museum“ ist das Schloss Esterhazy. Die Sammelplätze in Kärnten (76 Museen, davon 48 in Klagenfurt) befinden sich vor dem Stadttheater Klagenfurt und auf dem Nikolaiplatz in Villach. Mit einem Brotbackofen und einer Feldschmiede lockt das Heimat- und Napoleonmuseum in Deutsch-Wagram, eine von 120 teilnehmenden Institutionen in Niederösterreich (Treffpunkte am Rathausplatz St. Pölten und beim Schifffahrtszentrum in Krems).

Das von Coop Himmelb(l)au errichtete „Paneum – Wunderkammer des Brotes“ in Asten zählt neben dem 1. Österreichischen Weihnachtsmuseum in Steyr zu den 48 oberösterreichischen Einrichtungen, die an der Langen Nacht der Museen teilnehmen, Treffpunkt Museum“ ist der Linzer Hauptplatz. 86 Museen aus der Steiermark (Treffpunkt ist am Grazer Jakominiplatz) sowie zwei aus dem benachbarten Slowenien sind ebenso mit dabei wie 52 Salzburger Kultureinrichtungen (Sammelplatz am Max-Reinhardt-Platz).

Einen Zukunftsblick in den künftigen Brenner Basistunnel kann man in den „Tunnelwelten“ in Steinach am Brenner werfen, eine von 69 Tiroler Kultureinrichtungen, die mit dabei sind. Der Tiroler „Treffpunkt Museum“ befindet sich am Franziskanerplatz in Innsbruck. Nostalgisch kann man dagegen in der „Wälderbähnle-Remise“ in Bezau auf die Geschichte der Bregenzerwaldbahn zurückblicken. 89 Kulturinstitutionen aus Vorarlberg („Treffpunkt Museum“ an der Bushaltestelle Rathaus in Dornbirn), Liechtenstein, der Schweiz und in Lindau am Bodensee machen die „19. Lange Nacht der Museen“ des ORF in der Region zum länderübergreifenden Kulturereignis.