Langlauf-Sparte nach einstimmigem Beschluss wieder im ÖSV

Die Langlauf-Sparte ist ab sofort wieder im Österreichischen Skiverband (ÖSV) integriert. Nach Ende eines für drei Jahre anberaumten Zeitraums zur Neuaufstellung des Langlaufs wurde die Sportart nun in der ÖSV-Präsidentenkonferenz einstimmig wieder aufgenommen. Zwischenzeitlich war die Trainingsgruppe 1 in einem eigenen Verein organisiert. Als Sportlicher Leiter wurde Alois Stadlober, Mann von ÖSV-Präsidentin Roswitha Stadlober, bestellt.

Als neuer Trainer der Trainingsgruppe eins fungiert der Deutsche Konstantin Zakhvatkin. Die langfristige Strategie fokussiert laut ÖSV-Aussendung vom Freitag auf die Nachwuchsförderung, die Unterstützung von Vereinen sowie die Nutzung von Synergien in der spartenübergreifenden Ausbildung, v.a. in enger Kooperation mit den Sparten Biathlon und Nordische Kombination.

„Der Langlauf ist eine Grundsportart und in der Ausbildung sowohl für den Breiten- wie auch für den Spitzensport elementar. Die vollständige Wiedereingliederung der Langläuferinnen und Langläufer in den ÖSV ist eine Entscheidung für den Sport“, erklärt ÖSV-Präsidentin Roswitha Stadlober.

Langlauf-Experte Alois Stadlober, der auch als Obmann des WSV Ramsau arbeitet, freut sich auf die Aufgabe. „Ich bin dem Sport tiefst verbunden und danke dem ÖSV für das Vertrauen und die Möglichkeit, die Zukunft des österreichischen Langlauf-Sports mitzugestalten.“ Besonders sei ihm der enge Austausch mit den Vereinen, Landesskiverbänden und Leistungssportzentren. „Im Spitzensport-Bereich wollen wir langfristig ein Team formen, das im Weltcup konkurrenzfähig ist. Das erfordert Geduld und Jahre der weiteren Aufbauarbeit. Wenn alle an einem Strang ziehen, wird uns das gelingen“, ist Alois Stadlober überzeugt.

Auch die Verpflichtung von Zakhvatkin freut den Neo-ÖSV-Funktionär. Dieser teile die langfristige Strategie und Philosophie zur nachhaltigen Nachwuchsförderung. Stadlober ist dem ÖSV-Generalsekretär Christian Scherer disziplinarisch unterstellt.

Zakhvatkin war bisher Stützpunkttrainer in Willingen und übersiedelt nun nach Österreich. „Für jeden Trainer ist ein Engagement in der Wintersportnation Österreich eine besondere Ehre. In kaum einem anderen Land genießt der Wintersport einen so hohen Stellenwert, die Trainingsbedingungen sind hervorragend“, so der neue Coach. „In den vergangenen Jahren wurden wichtige Weichen für die Zukunft gelegt, die Erfolge des Teams bei den Olympischen Winterspielen in Peking unterstreichen das. Der enge Austausch mit den Sparten Biathlon und Nordische Kombination ist mir dabei besonders wichtig“, freut sich Zakhvatkin, dem Co-Trainer Michael Bonfert sowie Stefan Rosenberger, der für den Nachwuchs in der Trainingsgruppe 2 verantwortlich zeichnet, zur Seite stehen.

Auch der erfolgreichste ÖSV-Biathlet aller Zeiten, Dominik Landertinger, wird im Biathlon-Bereich die ÖSV-Trainer bei Planung der Trainings- und Wettkampfsteuerung beraten. „Das Wichtigste ist, dass in den Vereinen allen interessierten Nachwuchssportlerinnen und Nachwuchssportlern sowohl allgemeine Trainingsgrundlagen als auch ein methodischer Aufbau der Skilanglauftechniken vermittelt wird. Damit wird nicht nur ein wesentlicher Beitrag zur Gesundheit geleistet, sondern auch die nötigen Voraussetzungen für all jene geschaffen, die später einen leistungsorientierten Weg im Skilanglauf oder einer verwandten Sportart einschlagen wollen“, sagte Landertinger.

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