Laserattacke auf Polizei-Helikopter

Crew flog Ausweichmanöver, musste Flug dann aber abbrechen

Ein 52-Jähriger hat in der Nacht auf Samstag in Wien-Simmering wiederholt einen Polizeihubschrauber mit einem Laserpointer geblendet. Die Folge, war, dass die Besatzung des Helikopters „Libelle FLIR“, der auf dem Weg nach Schwechat zu einen Unterstützungseinsatz war, den Flug abbrach.

Laut Polizeisprecher Patrick Maierhofer erfolgte die Attacke gegen 0.30 Uhr. Das grüne Licht des Pointers zerstreute sich über die Cockpitscheibe in den Innenraum des Hubschraubers. Die dreiköpfige Crew musste Ausweichmanöver fliegen, um eine direkte Blendung zu vermeiden.

Die Blendung war Maierhofer zufolge so stark, dass die Crew nicht mehr auf Sicht fliegen und nur noch nach den Instrumenten steuern konnte. Es gab weitere Attacken. Schließlich wurde der Anflug abgebrochen und die Polizei in Simmering verständigt, weil die Besatzung gesehen hatte, dass die Laserstrahlen aus dem Bezirk gekommen waren.

Die Beamten fanden heraus, dass die Laserattacken von einem Balkon in einem Wohnbau Am Hofgartl gekommen waren. Sie fragten bei potenziellen Zeugen genau nach und ermittelten letztlich den 52-Jährigen als Urheber der Attacken. Der Mann leugnete zunächst die Tat, gestand dann aber doch. Ein Motiv nannte er nicht.

Laut Maierhofer sind die Helikopterbesatzungen im Schnitt bei jedem vierten, fünften Flug Laserattacken ausgesetzt. Die Täter sind sich oft gar nicht bewusst, was sie anrichten können. Diese reichen von gesundheitlichen Schäden für die Geblendeten bis zum Absturz des Helikopters. Der Strafrahmen für die Täter reicht von einem Jahr bis zu lebenslanger Freiheitsstrafe.

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