LASK gab Sieg in fünf Minuten aus der Hand

Der LASK (Bild: Philipp Wiesinger/r.) kassierte in Lissabon gegen Sporting eine bittere, weil völlig unnötige 1:2-Niederlage. © AFP/Moreira

Trotz klarer Überlegenheit ging der LASK in Lissabon als Verlierer vom Feld. Sporting genügten fünf starke Minuten zum glücklichen 2:1-Sieg in Gruppe D.

Von Roland Korntner aus Lissabon

Der Matchplan des LASK war klar formuliert und die Umsetzung funktionierte blendend. „Wir werden versuchen, das Spiel von Anfang an auf unsere Seite zu ziehen, Sporting früh unter Druck zu setzen“, hatte Kapitän Gernot Trauner angekündigt. Genau das taten die Athletiker von der ersten Minute an, sie zogen ihr gewohntes Spiel eindrucksvoll durch, gingen früh ins Gegenpressing und ließen den Portugiesen kaum Luft zum Atmen. Schon in der ersten Minute fand Frieser eine riesige Doppelchance vor, scheiterte aber zweimal an Keeper Ribeiro.

Raguz besorgte Führung

In dieser Tonart ging es weiter, nach einem gefährlichen Schuss von Michorl (12.) wurden die Bemühungen der Linzer dann auch schon belohnt. Ranftl sorgte für den Ballgewinn, Raguz feuerte das Spielgerät nach einem kurzen Haken zum 1:0 in die Maschen (16.). Danach hatten Goiginger (17., 21.) und Raguz (18.) gleich die nächsten Möglichkeiten, die ersten Pfiffe der Sporting-Fans hallten durchs Stadion. Zu Recht, denn die Hausherren fanden vor dem Seitenwechsel nur zwei halbe Möglichkeiten durch Luis (29., 36./zweimal weit drüber) vor. Auf der anderen Seite ließ Goiginger, indem er zu eigensinnig agierte, eine weitere gute Gelegenheit liegen (39.).

Doppelschlag Sportings

Nach der Pause begann der LASK wieder überfallsartig, Trauner per Kopf (48.) und zweimal Goiginger (50./Außennetz) hätten die Führung ausbauen müssen. Aus dem Nichts dann der Ausgleich, Phellype scorte nach einer Ecke per Kopf (58.). Damit war eine an diesem Abend eigentlich „tote“ Mannschaft plötzlich zum Leben erweckt und auch das mit 31.225 Anhängern nur etwas mehr als zur Hälfte gefüllte Stadion wieder da. Umso mehr, als Superstar Bruno Fernandes das Spiel nur fünf Minuten später komplett drehte. Doch weder die mehr als 300 mitgereisten LASK-Fans, noch ihre Lieblinge steckten auf. Aber Klauss (69.), Goiginger (79.) und Trauner (91.) vergaben die besten Ausgleichschancen. So blieb es bei der unnötigen Niederlage.

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