LASK hielt trotz Niederlage Tor zur Sensation offen

Die Linzer verkauften sich beim 0:1 gegen Besiktas Istanbul teuer

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Rotschopf Ryan Babel schoss Besiktas zum knappen Sieg, beim LASK überzeugte nicht nur Trainer Oliver Glasner (kl. Bild) am Ball.
Rotschopf Ryan Babel schoss Besiktas zum knappen Sieg, beim LASK überzeugte nicht nur Trainer Oliver Glasner (kl. Bild) am Ball. © APA/EXPA/Seskimphoto

Mit „LASK“ statt „Zipfer“ auf der Brust liefen die Linzer im atemberaubenden Istanbuler Vodafone Park zum Quali-Hinspiel in der Europa League gegen Besiktas auf. Aber nicht etwa, weil sich die Athletiker künftig selbst sponsern müssen, sondern weil Werbung für Alkohol in der Türkei verboten ist. Die türkische Hauptstadt war dennoch eine Reise wert. Weil sich die in Rot-Schwarz gekleideten Gäste teuer verkauften. Trotz kalter Dusche im Istanbuler Hexenkessel: Özyakup bediente per Zuckerflanke an die zweite Stange Ryan Babel, der entwischte Reinhold Ranftl und köpfelte zum 1:0 ein (6.).

Doch der LASK erholte sich rasch davon, ging (manchmal zu) enormes Tempo, presste hoch und erzwang so manchen Ballgewinn. Der wurde dann teils zu schnell wieder hergegeben, weil wie gewohnt versucht wurde, in höchstem Tempo in die Spitze zu spielen, was ab und an in Ungenauigkeiten und technische Fehler mündete. Trotzdem hatten die tapfer kämpfenden und mutigen Oberösterreicher ihre Chancen: Erst verfehlte Tetteh das Tor (17.), dann kam er an einen Goiginger-Querpass nicht mehr richtig heran (18.), dazu zog ein Holland-Schuss am Gehäuse vorbei (31.). Besiktas blieb feldüberlegen, hatte einige gute Gelegenheiten, wie bei einem Arslan-Lattenschuss. Vor allem der flinke Babel bereitete den Linzern immer wieder Probleme.

Aber keine unüberwindbaren, auch in Hälfte zwei bestand der LASK seine Meisterprüfung, bot dem 15-fachen türkischen Champion bestens Paroli und kam durch James Holland beinahe noch zum Ausgleich (85.). Trotz der Niederlage ist das Tor zur Sensation am Donnerstag auf der Linzer Gugl noch offen.

cg