LASK schoss sich mit 7:2-Rekordsieg gegen Mattersburg für Eindhoven warm

Der LASK war in Torlaune. © Foto: APA/EXPA-Eisenbauer

Lange, viel zu lange hatte der LASK auf einen Heimsieg in der Fußbll-Bundesliga warten müssen. Nach dem 2:0 in Runde eins gegen Altach hatte es ein 1:1 gegen Tirol, ein 0:1 gegen Wolfsberg und ein 2:2 gegen Salzburg geben. Am Samstag war es aber endlich wieder soweit, die Athletiker fertigten SV Mattersburg mit 7:2 (3:2) ab. Mit dem ersten Heimerfolg seit 28. Juli schossen sich die Linzer für den Europa-League-Auftritt am Donnerstag in Eindhoven warm.

Von Roland Korntner

„Unser letzter Heimsieg ist schon ein bisschen zu lange her“, bemängelte hatte auch Coach Valerien Ismael in der Spielvorschau-Pressekonfeenz  am Donnerstag bemängelt. Er vermutete aber auch, dass uns “Mattersburg nichts schenken wird”. Genau so kam es dann auch, zumindest in Halbzeit eins.

Frühen Rückstand machte Trauner wett

Denn die Burgenländer gingen durch Gruber (6.) früh in Führung. Doch die Athletiker zeigten sich davon nicht geschockt und schlugen rasch zurück. Einen Freistoß von Peter Michorl versenkte Kapitän Gernot Trauner per Kopf wuchtig zum 1:1 in den Maschen (10.). Der bereits achte Saisontreffer nach einer Standardsituation.

Nach einer Chance für die Gäste durch Bürger, der Torhüter Alexander Schlager prüfte (21.), war es Thomas Goiginger, der die Oberösterreicher erstmals in Führung brachte. Er kam zwar etwas glücklich an den Ball, machte noch ein paar Schritt und schloss entschlossen ab (34.).

Mattersburg schlug zurück

Die Mattersburg steckten aber nicht auf und erzwangen den Ausgleich, nach einem Abpraller staubte Malic aus kurzer Distanz ab (34.). Damit hatten sie jedoch ihr Pulver verschossen, den Hausherren gelang vor 5420 Zuschauern in der Raiffeisen-Arena noch vor der Pause das 3:2 durch Ranftl, der aus spitzem Winkel einschoss (38.).

Nu eine Minute später hätte Goiginger schon für die Vorentscheidung sorgen können, vergab aber eine Top-Möglichkeit. Seinen zweiten Treffer sollte er aber später noch feiern.

Raguz traf mit einer Rolle rückwärts

Zunächst war aber U21-TReamstürmer Marco Raguz zur Stelle, der den Ball aus dem Liegen mit einer Rolle rückwärts ins Tor beförderte (64.). Das nächste kuriose Tor der Linzer nach dem “Trick mit dem Hüftknick” von James Holland gegen Rosenborg Trondheim. “Das war instinktiv, ist einfach passiert”, grinste Raguz.

Mit dem 5:2 des LASK durch eben Goiginger, der allein vor Keeper Kuster auftauchte und diesem keine Chance ließ (70.), war der Widerstand des SVM endgültig gebrochen. Danach trafen auch noch Ranftl (74.) und der eingewechselte Samuel Tetteh (79.), der drei weitere gute Möglichkeiten ausließ.

Historische Dimension

Völlig egal, die Ismael-Elf hat die Länderspielpause gut genutzt und offenbar ihre Treffsicherheit, die sie beim 1:2 in Lissabon gegen Sporting, aber auch beim 2:1 in Hartberg vermissen hatte lassen, wieder gefunden. Sieben Tore hatte der LASK jedenfalls zuvor noch nie seit der Einführung der  Bundesliga (1974) erzielt. Nun wartet am Donnerstag der nächste Europa-League-Schlager in Eindhoven.

Rückstand auf Salzburg verringert

Weil Tabellenführer Salzburg in Graz gegen Sturm über ein 1:1 nicht hinausgekommen ist, beträgt der Rückstand des LASK auf den Serienmeister “nur” noch drei Zähler.

“Mattersburg hat uns in der ersten Halbzeit Probleme gemacht, aber Kompliment an meine  Mannschaft. Sie hat den Rückstand und den Ausgleich weggesteckt und hatte die Konsequenz im Abschluss”, freute sich Coach Valerien Ismael.

 

LASK – SV Mattersburg 7:2 (3:2).

Pasching, Raiffeisen-Arena, 5.400, SR Heiß.
Tore: 0:1 ( 6.) Gruber, 1:1 (10.) Trauner, 2:1 (24.) Goiginger, 2:2 (34.) Malic, 3:2 (38.) Ranftl, 4:2 (64.) Raguz, 5:2 (70.) Goiginger, 6:2 (74.) Ranftl, 7:2 (79.) Tetteh.
LASK: Schlager – Wiesinger, Trauner, Filipovic – Ranftl, Holland (65. Potzmann), Michorl, Renner (69. Haudum) – Goiginger (72. Tetteh), Raguz, Frieser.
Mattersburg: Kuster – Salomon, Malic, Rath, Hart – Jano – Gruber, Erhardt, Kuen (78. Mahrer), Halper (61. Kvasina) – Bürger (68. Olatunji).
Gelbe Karten: keine bzw. Kuen, Halper, Erhardt.

 

 

 

 

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