LASK-Serie prolongiert, Coach sorgt für Premiere

Linzer feierten mit 1:0 gegen Admira sechsten Liga-Sieg in Folge — Ismael sah Gelb-rot

Der Schuss ins Glück: Mit diesem Treffer bescherte Thomas Goiginger dem LASK den sechsten Bundesliga-Sieg in Serie.
Der Schuss ins Glück: Mit diesem Treffer bescherte Thomas Goiginger dem LASK den sechsten Bundesliga-Sieg in Serie. © APA/EXPA-Eisenbauer

„Was tuat er denn“, schrie ein Zuschauer voreilig auf. Das Richtige, denn Thomas Goiginger verzögerte seinen Abschluss um einen Tick und hämmerte dann den Ball ins lange Eck. Mit seinem fünften Saisontor (30.) brachte der Flügelflitzer den LASK auf die Siegerstraße. Die die Linzer von Anfang an suchten.

Von Müdigkeit zunächst überhaupt keine Spur, dafür mit breiter Brust nach der Sternstunde am Donnerstag gegen PSV Eindhoven drückten die Hausherren von Anfang an aufs Tempio. Frieser (9.), Goiginger (28.) und Michorl (29.) fanden Top-Möglichkeiten vor, ehe eben Goiginger nach Vorlage von Frieser —hauchdünn nicht im Abseits — zur Stelle war. Eine hochverdiente Führung, denn die Niederösterreicher waren in Hälfte eins praktisch permanent in die Defensive gedrängt.

Nach der Pause wurden sie jedoch mutiger und offensive. Zwar fand die erste Topchance noch Holland, der an Keeper Leitner scheiterte (53.), vor, doch danach wurde es auch im eigenen Strafraum gefährlich. Erst donnerte Bakis das Spielgerät aus zehn Metern drüber (61.), dann zeigte Torhüter Schlager beim Versuch von Pusch eine gute Parade (69.).

„Da habe ich zu viel Emotion gezeigt“

In der Schlussphase wurde es dann noch hektisch und zerfahren, LASK-Trainer Valerien Ismael war mit einigen Entscheidungen von Referee Weinberger unzufrieden und wurde auf die Tribüne verbannt. „Es gab einen Grund für meinen Ärger“, hatte Ismael eine gelbe Karte für einen Admiraner wegen gefährlichem Spiel gefordert. Diese sah er jedoch nur selbst, beruhigte sich nicht und kassierte nach seinem hämischen Applaus für Weinberger sogar Gelb-rot. Eine Premiere in der Bundesliga. „Das war nicht in Ordnung, da habe ich zu viel Emotionen gezeigt“, gestand Ismael. Er stand dann aber nur einen Meter hinter seiner Betreuerbank!

„Keine Offenbarung, aber souverän runtergespielt“

„Normal können wir in der zweiten Halbzeit noch was drauflegen, heute nicht, denn der Donnerstag (4:1 über Eindhoven/Anm.) hat viel Substanz gekostet“, so Ismael. Trotzdem sprach nicht nur der Coach, auf den eine Anzeige des Schiedsrichters und damit ein Verfahren der Bundesliga (Strafe bis Spielsperre möglich) wartet, von einem verdienten Sieg. „Spielerisch war es keine Offenbarung, aber wir haben wenig zugelassen und es souverän runtergespielt“, meinte Goiginger.

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