LASK steht erstmals in der Rolle des Gejagten

Vor dem Rückspiel gegen Alkmaar geht es um Verteidigung der Bundesliga-Tabellenführung

Gernot Trauner (r.) und Co. haben sich eine gute Ausgangsposition geschaffen. © AFP/Kraak

„Es war ein extrem schwieriges, kompliziertes Spiel gegen einen starken Gegner. Dazu der Wind, der alles durchgewirbelt hat“, meinte LASK-Coach Valerien Ismael nach dem 1:1 in den Niederlanden. „Ein gutes Ergebnis, wir haben uns eine sehr gute Ausgangslage geschaffen“, so der 44-Jährige. Insgeheim trauerten die Athletiker dem durchaus möglichen Auswärtssieg ein wenig nach. Der Führung durch Raguz (26.) hatte Alkmaar lange Zeit wenig entgegenzusetzen. „Wir hatten in manchen Situationen die Möglichkeit, das zweite Tor zu machen“, erklärte Ismael. Letztlich kamen die Hausherren durch einen Handelfer, verursacht von Holland, aufgedeckt erst durch den Video Assistant Referee, doch noch zum späten Ausgleich durch Koopmeiners (86.).

So hätten etwa Frieser (42.), Goiginger (47.), Raguz (49.) und Klauss (61.) oder in der Nachspielzeit noch Wiesinger (94.). treffen können, auf der Gegenseite musste sich LASK-Torhüter Schlager nur zweimal — gegen Boadu (49.) und Idrissi (74.) — auszeichnen. „Wir haben gegen einen sehr spielstarken Gegner nicht viel zugelassen“, freute sich auch Mittelfeldmotor Peter Michorl. Mit einer Einschränkung: „Wir können es nach Ballgewinnen besser ausspielen, und das werden wir in der nächsten Woche zeigen.“

Ähnlich zuversichtlich sieht es Ismael: „Wir brennen auf das Rückspiel, auf ein volles Stadion. Auf der Gugl sind wir in der Lage, sehr viel zu erreichen. Wir wollen vor unseren Fans einen Sieg feiern“, so der gebürtige Franzose. Zugleich hat er ein gutes Omen ausgemacht.

Eindhoven als Omen

„Gegen PSV Eindhoven haben wir auch auswärts unentschieden (0:0/Anm.) gespielt.“ Zu Hause folgte eine 4:1-Gala. Gegen Alkmaar reicht freilich jeder Sieg, aber sogar ein 0:0 zum Aufstieg.

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Zunächst gilt die Konzentration aber dem Meisterschaftsspiel am Sonntag (14.30 Uhr) gegen SKN St. Pölten sowie der Verteidigung der Tabellenführung. Das gelang dem LASK seit der Einführung der Bundesliga 1974 nur 2007/08 — Spitzenreiter nach der 25. und 26. Runde — sowie 1998/99 — nach der 1. und 2. Runde. Sechs weitere Male führten die Linzer nur nach dem Auftaktspiel.

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