LASK-Trainer Ismael: „Farbe bekennen und Charakter zeigen“

LASK versucht trotz anhaltender Negativserie weiterhin Mut und Zuversicht auszustrahlen

Der Weg aus dem Tief wird für den LASK und Husein Balic (r.) ein Wettlauf gegen die Zeit, sechs Spiele bleiben noch, um den Europacupplatz zu sichern. Trainer Valerien Ismael (kl. Bild) glaubt fest an seine Mannschaft.
Der Weg aus dem Tief wird für den LASK und Husein Balic (r.) ein Wettlauf gegen die Zeit, sechs Spiele bleiben noch, um den Europacupplatz zu sichern. Trainer Valerien Ismael (kl. Bild) glaubt fest an seine Mannschaft. © APA/Krug

Gute Leistung, keine Punkte — dieses Fazit zieht sich längst wie ein roter Faden durch die Spiele des einstigen Bundesliga-Tabellenführers LASK in der Meistergruppe. Das 1:3 beim mittlerweile souveränen Spitzenreiter Salzburg war das vierte Spiel in Serie ohne Sieg.

„Es passt momentan alles zusammen“, verwies Trainer Valerien Ismael auf den einmal mehr unglücklichen Spielverlauf inklusive Lattenschuss (der sechste im vierten Match), umstrittenen Entscheidungen und bitteren Gegentreffern. „Ich habe noch keine Mannschaft gesehen, die klar besser war“, weiß der Franzose. „Die Leistungen werden immer besser, was fehlt, ist das Ergebnis.“

Der aber wie seine Schützlinge weit davon entfernt ist, die Flinte ins Korn zu werfen. Auch wenn die Situation an den Nerven zehrt, versucht Ismael weiter, Mut und Zuversicht auszustrahlen. „Wir dürfen nicht in Mitleid verfallen, das gehört zum Fußball dazu. Wenn es läuft, ist es einfach, aber jetzt muss man Farbe bekennen und Charakter zeigen.“

„Reaktion war richtig gut“

Das hat der LASK auch in Salzburg getan. Nach einer völlig verkorksten Anfangsphase (Ismael: „Die haben wir verpennt“) und 0:2-Rückstand nach 13 Minuten wären wohl nicht wenige Mannschaften bei den mittlerweile völlig entfesselten Salzburgern untergegangen. Die Athletiker dagegen waren in Hälfte zwei drauf und dran, den Ausgleich zu erzielen. „Die Reaktion war richtig gut“, lobte Ismael, der in der Halbzeit an Mentalität und Charakter appelliert hatte. „Bis auf die ersten Minuten war es ein sehr gutes Spiel von uns“, meinte Goalie Alexander Schlager, der sich trotz herausragender Paraden selbstkritisch zeigte: Beim 0:1 von Szoboszlai sei es vielleicht in dem Moment die falsche Entscheidung gewesen, herauszukommen. Im Gegensatz zum 1:3 durch Vallci nach einem Corner: „Es war definitiv ein Ball, wo ich eigentlich hinkommen kann, wenn die Ecke reinkommt.“ Aber: „Ich bin froh, dass solche Szenen passieren, weil ich daraus auch lernen kann.“

Doppel gegen Sturm

Nun wartet das Doppel gegen Sturm, wohl mitentscheidend im Kampf um einen Europacupplatz. Um in die Europa League zu kommen, muss der LASK Dritter oder Vierter werden, als Fünfter kann man sich über das nationale Play-off noch qualifizieren. Der Sechste geht leer aus. „Noch ist alles offen, wir sind immer noch im Rennen um die internationalen Plätze“, erinnerte Ismael. „Ich denke, unsere Mannschaft ist mental so stark, dass man sagt, wir bleiben dran, bringen die Basics auf den Platz und können auf der Leistung aufbauen“, ist Marko Raguz überzeugt.

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