LASK verlängert Vertrag mit Trainer Oliver Glasner bis 2022

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ABD0070_20171104 - ALTACH - …STERREICH: Lask-Trainer Oliver Glasner am Samstag, 04. November 2017, wŠhrend der tipico-Bundesliga-Begegnung zwischen Cashpoint SCR Altach und Lask Linz in Altach. - FOTO: APA/DIETMAR STIPLOVSEK © APA/Stiplovsek

Von Roland Korntner

Fußball-Bundesligist LASK hat den Vertrag mit Cheftrainer Oliver Glasner, der ursprünglich ohnehin noch bis 2019 gelaufen wäre, vorzeitig um weitere drei Jahre bis 31. Mai 2022 verlängert. Der 43-jährige coacht die Athletiker seit Mai 2015 und hat sie heuer zurück ins österreichische Oberhaus geführt. Bisher konnte aus 102 Spielen unter Glasner ein Punkteschnitt von 1,95 erreicht werden.

„Dieser Vertrag ist eine große Form der Anerkennung und Wertschätzung für die Arbeit, die wir hier leisten“, erklärte Glasner im Rahmen einer Pressekonferenz in der TGW-Arena. Eine so lange Laufzeit sei, so Präsident Siegmund Gruber, „im Fußball unüblich. Aber wir möchten einen anderen, unkonventionellen Weg gehen und Oliver Glasner ist der richtige Mann für uns.“ Zudem habe man „gewusst, dass er Begehrlichkeiten weckt“, so Gruber.

Vertrag gilt nicht nur für die Bundesliga

Rückschläge sind über diesen langen Zeitraum natürlich einkalkuliert: „Es ist uns bewusst, dass es nicht immer aufwärts gehen wird“, so Gruber. Doch nicht nur die Höhen, auch die Wellentäler wolle man gemeinsam durchschreiten. Deshalb habe man in den Vertrag nicht nur Erfolgsklauseln bzw. -prämien wie Meistertitel oder Europacup eingebaut, sondern auch negative Ereignisse. „Der Vertrag gilt für beide Ligen“, stellte Gruber klar.

Also auch im Falle eines (aus heutiger Sicht ohnehin unwahrscheinlichen) Abstiegs, doch der Blick ist natürlich in die andere Richtung gelegt: „Wir sind auf einem sehr guten Weg, aber noch lange nicht am Ende unserer Ziele. Der erste Schritt war es, den LASK wieder in die Bundesliga zu führen“, erklärte Glasner. „Nun wollen wir uns als feste Größe in der Bundesliga etablieren“, erläuterte der Coach.

„Wollen LASK Europacup-tauglich machen“

Und mit einem neuen Stadion im Rücken wolle man in Richtung internationalem Startplatz schielen. „Wir wollen den LASK in den nächsten vier Jahren Europacup-tauglich machen“, betonte der Innviertler. Dazu sei eine neue Heimstätte aber unumgänglich: „Ohne Stadion wird der LASK nicht in die Top 4 aufsteigen können“, so Glasner.

Gruber hält sich diesbezüglich, vor allem den Standort betreffend, weiterhin extrem bedeckt, versicherte aber: „Ab 30. Juni 2022 sind in Pasching keine Profi-Spiele mehr möglich, aber ich bin überzeugt, dass das Stadion bis dahin steht.“ Die Kapazität soll knapp über 16.000 Sitzplätze betragen, es wird von einer Bauzeit von zwei Jahren ausgegangen. „2020 müssen wir also sagen, wo wir bauen“, so Gruber.

Kontinuität, die es beim LASK nicht of gegeben hat

Vielleicht übersiedelt man dann ja mit Glasner als Trainer: „Ich möchte schon noch ins neue Stadion hineinmarschieren“, kann sich der der Oberösterreicher aus heutiger Sicht sogar einen Verbleib über 2022 hinaus vorstellen. Eine Kontinuität, die es beim LASK nicht oft gegeben hat, wie der Blick in die Vergangenheit zeigt.

Der letzte, der so wie Glasner mehr als zwei volle Saisonen coachen durfte, war Karl Daxbacher (Sommer 2012 bis März 2015). Der Niederösterreicher war davor schon einmal (2006 bis 2008) wie auch Walter Skocik (1993 – 1995) für exakt zwei Saisonen LASK-Trainer. Vier Saisonen am Stück schaffte zuvor übrigens Hans Kondert von 1983 bis 1987, unmittelbar vor ihm war Dolfi Blutsch von 1978 bis 1983 sogar fünf Spielzeiten im Amt gewesen. Den würde Glasner mit Saisonbeginn 2020/21 übertreffen…