LASK will Platz drei gegen Meister Salzburg verteidigen

Der LASK wollte zum Saisonabschluss eigentlich um den Titel kämpfen. Doch weil die Linzer nach der Corona-Pause zu wenig punkteten, geht es im Heimspiel gegen Meister Salzburg am Sonntag nur um Platz drei. Im Fernduell mit dem WAC hat der LASK einen Punkt Vorsprung. Der WAC bekommt es mit Rapid zu tun, für Sturm und Hartberg geht es im steirischen Duell nur um die Ehre (alle Spiele 17.00 Uhr).

Mit dem unerlaubten “Corona-Training” samt vergeigtem Meistergruppenstart ließ der LASK erst die Meisterchance, am vergangenen Mittwoch beim 1:3 gegen Rapid auch den Titel des “Vize” sausen. Aus einem finanziellen Blickwinkel betrachtet halb so schlimm. Denn der Dritte hat einen Platz in der EL-Gruppenphase sicher, während der zweite zwar die Chance auf die Champions League – aber auch ein frühes Aus hat. “Wir waren in der Meistergruppe nicht in der Lage, die wichtigen Spiele zu gewinnen. Das fühlt sich momentan nicht gut an”, sagte LASK-Coach Valerien Ismael. Für die “Bullen” ist ihr Werk, das in den bisherigen neun Runden der Meistergruppe sieben Siege und zwei Remis ausweist, noch nicht erledigt. “Die Jungs verstehen, dass das Spiel sehr wichtig ist. Es benötigt nicht viel Motivation. Ich hatte mehr Sorgen für das Spiel gegen Sturm in Sachen Motivation. Wir wollen unsere Saison auf richtig gute Art beenden”, sagte Trainer Jesse Marsch.

Drei Tage nach dem bitteren 3:3 in Hartberg muss der WAC im letzten Saisonspiel gegen Vizemeister Rapid am Sonntag (17.00) nicht nur selbst gewinnen, sondern auch auf Schützenhilfe Salzburgs gegen den LASK hoffen. Einen Zähler liegen die Kärntner hinten, der Punktverlust in Hartberg nagte vor allem an der psychischen Substanz. Trainer Ferdinand Feldhofer scheint vor allem als Psychologe gefragt. “Direkt nach dem Spiel waren die Spieler schon geknickt”, erzählte Feldhofer von den Momenten nach dem Abpfiff am Donnerstag in Hartberg. Da hatte sein Team im Finish erst auf 3:2 erhöht (86.), fast postwendend den Ausgleich kassiert und in der Nachspielzeit just durch Goalgetter Shon Weissman einen Elfer verschossen. “Jetzt müssen wir hoffen, dass Salzburg auch in der letzten Partie im Meister-Play-off ungeschlagen bleibt”, betonte der Coach. Rapid, das nach wie vor zahlreiche verletzte Spieler vorgeben muss, gelobte, noch einmal alle Kräfte zu mobilisieren.

Im letzten Steiermark-Derby der Bundesliga-Saison sind die Rollen klar verteilt. Für Gastgeber Sturm Graz geht es darum, sich mit Anstand aus der Saison zu verabschieden, der Umbruch wirft dabei schon seine Schatten voraus. Hartberg kann das Spiel als Aufwärmübung vor dem Play-off um das letzte Europacup-Ticket gegen Austria oder Altach sehen.

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