LASK zurück auf Ligarang 3: „Schauen gar nicht auf Tabelle“

Der LASK hat Sturm Graz in der Fußball-Bundesliga hinter sich gelassen. Nach dem 2:0-Heimerfolg gegen die Grazer am Sonntagabend liegen die Oberösterreicher wie zuletzt nach der 12. Runde wieder auf Rang drei. Im Lager der Athletiker will man dem aber keine große Bedeutung schenken. „Wir haben vor zwei, drei Wochen beschlossen, dass wir auf die Tabelle gar nicht schauen“, betonte LASK-Trainer Dominik Thalhammer nach dem zehnten Saisonsieg zum Abschluss der 17. Runde.

Gleich sieben Siege wurden im eigenen Stadion geholt, damit ist man die heimstärkste Mannschaft der Liga. Ins Jahr 2021 waren ÖFB-Teamtormann Alexander Schlager und Co. allerdings nach dem Umzug von Linz nach Pasching mit zwei Niederlagen gegen WSG Tirol (2:4) und Rapid (1:2) gestartet, samt Diskussionen über Probleme auf dem kleineren Platz in der Raiffeisen Arena. Diese gehören nun der Vergangenheit an. „Es war ein Reizthema in der Öffentlichkeit, aber nicht bei uns. Für uns war entscheidend, dass wir die letzten zwei Heimspiele verloren hatten und das ändern wollten. Das haben wir gut umgesetzt“, sagte LASK-Stürmer Johannes Eggestein.

Laut seinem Coach habe man viel mehr Kontrolle im Spiel gehabt. „Wir waren extrem gut in den Zweikämpfen und viel klarer wie auch konkreter als in den letzten beiden Spielen hier. Deshalb hat es auch besser gewirkt“, meinte Thalhammer. Der Führungstreffer von Eggestein unmittelbar vor dem Pausenpfiff und aus dem Nichts heraus spielte den Gastgebern in die Karten. „Das Tor war ein bisschen Zufall, aber total wichtig. Es war gerade so eine Phase, wo Sturm die eine oder andere gute Möglichkeit hatte. Ich habe den Ball tatsächlich nicht ganz getroffen, aber er war im Tor, darüber bin ich sehr glücklich“, verlautete der Leihstürmer von Werder Bremen.

Die Linzer wurden dadurch beflügelt. „Das hat uns sehr viel Energie für die zweite Halbzeit gegeben“, wusste auch Thalhammer. Sturm konnte demgegenüber nicht mehr zulegen und Husein Balic (84.) machte im Finish alles klar. Auch bei dessen Treffer war Glück dabei, lenkte Sturms Niklas Geyrhofer doch einen Schuss ins eigene Tor ab. „Man hat gesehen, dass eine Mannschaft am Platz steht, in der jeder für jeden alles gibt. Wir sind als verdienter Sieger vom Platz gegangen und überglücklich über die drei Punkte“, resümierte Offensivspieler Andreas Gruber.

Als Belohnung für den vierten Zu-Null-Erfolg gegen die Grazer en suite gab es den Vorstoß auf Rang drei – zwei Zähler vor Sturm und nur noch vier Punkte hinter dem Zweiten Rapid. „Es war ein wichtiger Sieg. Der dritte Platz gibt uns Kraft. Wir konnten den positiven Trend fortsetzen und den müssen wir weiterverfolgen“, gab Thalhammer die Marschroute nach dem dritten Pflichtspielsieg in Folge vor. Am Sonntag soll ein Pflichtsieg bei Schlusslicht Admira folgen. Sturm hat da den WAC zu Gast und will gleich wieder auf die Erfolgsstraße zurückkehren, auch um den sieben Zähler entfernten Sechsten deutlich auf Distanz zu halten.

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„Wir müssen das Spiel knallhart analysieren, weil wir nicht alles richtig gemacht haben“, forderte Kapitän Stefan Hierländer. Hätte Kelvin Yeboah in der 35. Minute die Führung besorgt, wäre vielleicht alles ganz anders verlaufen. „Das wäre ein Dosenöffner gewesen, wir haben es aber nicht geschafft“, so Hierländer. Das und der bittere Gegentreffer kurz vor der Pause waren für Sturm-Trainer Christian Ilzer „Schlüsselmomente“ in einer Partie mit hoher Intensität.

„Zweite Halbzeit hat uns ein bisschen die Präsenz gefehlt. Fußballerisch war es da zu dünn von uns, um den Rückstand wettmachen zu können“, war sich der 43-jährige Steirer bewusst. Während man zu Hause 19 von 24 möglichen Punkten geholt hat, hinkt man auswärts nach je drei Siegen, Remis und Niederlagen etwas den Erwartungen hinterher. „Es kann besser laufen und wir müssen auch den Anspruch haben, in der Fremde besser zu sein“, betonte Ilzer. Zunächst gilt es kommendes Wochenende aber die Heimbilanz weiter aufzubessern.

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