Lastentier mit Pkw-Anmutung

Mitsubishi schickt seinen Pick-up L200 in die mittlerweile sechste Generation und setzt sich für den heimischen Markt hohe Ziele: Tausend Stück will die Marke mit den drei Diamanten kommendes Jahr in Österreich absetzen.

Der Waldweg, unendliche Gatschlöcher; wir schreiben das Jahr 2019. Dies ist die Geschichte des Mitsubishi L200: Hunderte Meter von der nächsten Asphaltstraße entfernt, dringt auf Terrain vor, das vermutlich nie zuvor ein Auto je gesehen hat.

Prinzipiell ist das keine große Überraschung, denn Mitsubishi blickt auf mehr als vier Jahrzehnte Erfahrung im Pick-up-Segment zurück. Der Ahnherr namens Forte erblickte im Jahr 1978 das Licht der Welt und von den bisherigen fünf Generationen verkaufte die japanische Marke bis dato mehr als 4,7 Millionen Exemplare. Aktuell sind rund 416.000 L200 auf Europas Straßen unterwegs.

Bei der nun sechsten Generation, die in Laem Chabang in Thailand vom Band läuft, ist die Linienführung der Motorhaube nun höher angesetzt, nämlich um 40 Millimeter. Das verschafft dem vorsteuerabzugsberechtigten L200, den es in den Ausstattungslinien Work Edition, Intense und Diamond gibt, einen bulligeren Auftritt. In der Topversion sind LED-Hauptscheinwerfer, LED-Tagfahrlicht und LED-Heckleuchten serienmäßig.

Ein komplett neues Interieur und Cockpitdesign erfreut den Betrachter des L200. Das neue Pick-up-Modell vermittelt im Innenraum, eine leichtere Bedienbarkeit und einen Qualitäts-Look mit den verarbeiteten soften Materialien und die farblich optimale Steppung der Mittelkonsole und Armlehnen. Damit schafft der Pick-up den Spagat zwischen Nutzfahrzeug und Pkw.

Motorisiert ist der L200 mit einem Vierzylinder-Turbodiesel nach Euro 6d-TEMP mit 2,2 Litern Hubraum, der ausreichende 150 PS bei 3500 Touren bereitstellt, wahlweise mit Sechsgangschaltung oder, gegen Aufpreis, mit Sechsgangautomatik.

Die maximale Anhängelast beträgt maximal 3000 Kilogramm für die Klubkabine und bis zu 3100 Kilogramm für die 5,305 Meter lange Doppelkabine. Die Offroad-Daten können sich ebenfalls sehen lassen: 24 Grad Rampenwinkel, 30 Grad Böschungswinkel vorne, 22 Grad Böschungswinkel hinten und sagenhafte 45 Grad Neigungswinkel lassen den mit Blattfedern ausgestatteten Pick-up auch im schweren Gelände nicht im Stich. Auch wegen der nun erstmals verfügbaren Bergabfahrhilfe im L200.

Im wachsenden Pick-up-Segment will Mitsubishi (Nummer drei auf dem heimischen Markt) weiter zulegen. Geplant sind nächstes Jahr tausend Stück. Das Einstiegsmodell startet bei 22.492 Euro netto. Marktstart ist im November.

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