Laudamotion verspricht raschen Kollektivvertrag-Abschluss

Bei den Verhandlungen über einen Kollektivvertrag (KV) für die 650 Mitarbeiter der österreichischen Ryanair-Tochter Laudamotion will das Unternehmen – ungeachtet des Drucks der Gewerkschaft – die letzten Hürden nehmen. Es gebe eine Basis, der Entwurf werde am Donnerstagnachmittag mit dem Betriebsrat besprochen, sagte Laudamotion-Pressesprecherin Milene Platzer am Donnerstag zur APA.

Einen Abschluss solle es „so rasch wie möglich“ geben, so die Sprecherin. „Wir sind bemüht, und der Betriebsrat natürlich auch“. Es gebe ein gutes Einvernehmen. Auch die Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) betonte am Donnerstag, mit der Geschäftsführung in konstruktiven Gesprächen zu sein. „Daher gehen wir davon aus, dass heute der Entwurf kommt“, sagte Daniel Gürtler zur APA.

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Laut Gewerkschaft gibt es am Freitag einen weiteren Verhandlungstermin. Ein Verhandlungsergebnis müsse es da noch nicht unbedingt geben, aber „wir wollen zeitnah einen KV-Abschluss“, so Gürtler.

Wenn nicht, könnten bei Laudamotion – ähnlich wie Ryanair – Proteste drohen. Die GPA hatte Laudamotion bis Donnerstagabend eine Nachfrist gesetzt, um einen KV-Entwurf vorzulegen. „Wenn wir nochmals hingehalten werden, wird es in Wien und Palma de Mallorca Betriebsversammlungen geben“, wurde Gürtler am Mittwoch in der „Presse“ zitiert.