Beratung für Menschen mit Handikap

Der ÖAMTC hat mehr als 41.000 Mitglieder mit Behinderungen, für die er kompetenter Ansprechpartner im Bereich Mobilität ist und denen er zudem Services wie eine Mobilitätsberatung und ein Gehörlosenservice bietet. Im Vorjahr wurden 1462 derartige Beratungen durchgeführt.

Die Anfragen an den Mobilitätsclub sind vielschichtig und reichen von Kindersitz-Beratungen für Eltern von Kindern mit Behinderungen bis hin zu Infos zu technischen Umbaulösungen für das Fahrzeug oder Beratung zu barrierefreien Reisen.

1462 Gespräche hat die Mobilitätsberatung für Menschen mit Behinderungen im Vorjahr geführt, hinzu kommen diverse Anfragen, die von den Rechtsabteilungen der einzelnen Landesvereine abgewickelt werden.

„Die individuelle Mobilität ist für Menschen mit Behinderungen besonders wichtig, weil sie auf diese Weise eine gewisse Freiheit und Unabhängigkeit haben – daher beraten und klären wir über alle Themen rund um Mobilität und Behinderung auf“, sagt Barbara Reiter vom ÖAMTC. Sie bietet als Beraterin für Menschen mit Behinderungen persönliche Termine in Wien. In Salzburg steht Thomas Ritzinger hierfür zur Verfügung. Beide sind telefonisch und per Mail für Anfragen aus allen Bundesländern erreichbar.

Für Menschen mit Behinderungen gestalten sich sowohl der Alltag als auch Urlaube meist schwieriger, weil sie viele Dinge beachten müssen, die nicht allen bewusst sind. „Ich bekomme häufig auch Anfragen, wo in einer bestimmten Stadt Parkplätze für Menschen mit Behinderungen sind, ob der Parkausweis auch im Ausland gilt oder ganz allgemein, welche Städte und Urlaubsorte möglichst barrierefrei sind“, erzählt Reiter.

Video-Beratung in Gebärde, Notruf per App

Im Falle einer Fahrzeugpanne können hörbeeinträchtigte Mitglieder die ÖAMTC-App zur barrierefreien Kommunikation nutzen. Für sie bietet der Club zudem Beratung in Gebärdensprache. Bei technischen, juristischen oder touristischen Fragen unterstützt ÖAMTC-Mitarbeiter Jürgen Muß die Kommunikation zwischen Clubexperten und hörbeeinträchtigten Menschen. Muß ist über Video-Telefonie sowie per Mail erreichbar und steht auch für persönliche Termine zur Verfügung.

Mobilitätsclub setzt auf Chancengleichheit

Der ÖAMTC bekennt sich aus Überzeugung zu Chancengleichheit und Gleichstellung. Ein positiver Umgang mit Vielfalt ist ein wesentliches Element der Unternehmenskultur. Ziel ist, dass sich die Vielfalt der Gesellschaft in der Struktur der Mitarbeitenden widerspiegelt.

Das „Projekt Einstellungssache“ ist z. B. eine Initiative des Mobilitätsclubs, um gezielt Menschen mit Behinderungen einzustellen und wurde 2022 auch mit dem Inklusionspreis der Essl Foundation für Wien ausgezeichnet. Chancengleichheit und Gleichwertigkeit sind auch in den Vereinsstatuten festgelegt. Damit sie tatsächlich gelebt werden, setzt der ÖAMTC gezielt Aktivitäten, unter anderem Workshops, Vorträge und Diskussionen.

Infos und Kontaktdaten zur ÖAMTC-Beratung für Menschen mit Behinderungen und zum Gehörlosenservice findet man unter www.oeamtc.at. Die Broschüre „Wege zur persönlichen Mobilität“ ist an vielen Stützpunkten erhältlich, steht online zur Verfügung und wird auch auf Anfrage auch zugeschickt.

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