Fructose: So wird Obst zur Zuckerfalle

Lieber einen Smoothie mit viel Gemüse statt Obst genießen.
Lieber einen Smoothie mit viel Gemüse statt Obst genießen. © anaumenko - stock.adobe.com

Gerade in der kommenden Fastenzeit möchten viele auf Süßigkeiten verzichten und sich ge-sund ernähren. Wer allerdings Schoki & Co. durch zu viel Obst ersetzt, kann damit auch in die Zuckerfalle tappen. Damit nicht weitere unnötige Kilos durch Fructose auf den Hüften landen, hat Diätologin Carina Hofer vom Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern einige hilfreiche Tipps:

Wer regelmäßig Obst isst, versorgt seinen Körper mit wichtigen Vitaminen und hilft ihm gesund und fit zu bleiben. Eine Übermenge an Fructose kann allerdings eine Gewichtszunahme begünstigen und sogar krank machen. „Zu viel Fruchtzucker kann vom Körper nicht verwertet werden und führt oft zu Verdauungsbeschwerden und im schlimmsten Fall sogar zu einer Fettleber, weil die überschüssige Fructose sich als Fett in die Leber einlagert“, weiß Hofer.

Das heißt, wer generell pro Mahlzeit zu viel Energie auf-nimmt, sich nicht ausreichend bewegt und zu viel Fructose konsumiert, erhöht das Risiko für die Entstehung einer Fettleber. Denn Obst besteht zu einem hohen Anteil aus Fructose. Besonders viel Fruchtzucker steckt in Kern-, Stein- und vor allem in Trockenobst. Zitrusfrüchte und Beeren sind dagegen besonders fructosearm.

Wer sein Frühstück mit einem Smoothie beginnt, deckt oftmals schon mehr als den Tagesbedarf an Obst. Nicht zu unterschätzen sind auch frischgepresste Fruchtsäfte. Die Diätologin empfiehlt maximal ein bis zwei Portionen: „Grundsätzlich gilt: Eine Hand voll Obst pro Tag ist genug. An Gemüse und Salat kann man sich hingegen sattessen. Ein Apfel, eine Banane oder eine kleine Schüssel voller Beeren sind ausreichend. Am besten immer in Kombination mit Eiweiß oder Fett. Das heißt: mit Joghurt

oder Nüssen verzehren. Dadurch kann die Fructose besser aufgenommen werden und man unterstützt somit die Verdauung.“

Für einen Smoothie empfiehlt die Expertin lieber weniger Obst, dafür mehr Gemüse mit Topfen oder Joghurt. Durch diesen Mix wird alles bekömmlicher als ein purer Frucht-Smoothie aus verschieden Obstsorten.

Obst besser essen statt trinken

„Wer gerne Obst mag, sollte es lieber essen statt trinken, dadurch bleibt man länger satt“, rät die Diätologin. „In flüssiger Form geht es schneller durch den Magen und landet somit schneller im Blut als in fester Form.“ Wer außerdem seine täglich Portion Obst mit einer Eiweißkomponente isst, hat mehr davon und bekommt nicht gleich wieder Hunger.

Nicht zu unterschätzen sind auch der ständige Verzehr von gespritzten Fruchtsäften, die enthalten trotzdem sehr viel Fructose und man tappt dadurch oftmals unbemerkt in die Zuckerfalle. Deshalb lieber öfter Wasser trinken und nur bei längeren Ausdauersporteinheiten zum gespritzten Saft greifen.

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