Mini Cooper E: Mit Vollstrom in die zweite Generation

Mini mag man eben. Warum? Weil er so klein und putzig ist? Oder weil die Kulleraugen einfach süß sind? Oder weil er eine Designikone ist, nach der sich auch anno 2024 die Leute die Hälse verrenken? Nun, es mag wohl viele Gründe geben, warum ein Mini ein Sympathieträger ist; mit ein Grund des Kultwagens, der 1959 das Licht der Welt erblickte, ist sicherlich auch das Innenraumdesign. Simpel, zurückhaltend und klar. Diesem simplen Designansatz bleibt die BMW-Tochter natürlich treu.

Frei nach dem Motto „Never change a running system“. Allerdings hat sich doch einiges getan; etwa bei den Antriebsformen. Rein elektrisch ist der Mini ja schon länger unterwegs. Jetzt fährt der 3,85 Meter lange Cooper Electric in zweiter Generation vor.

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Und was die britische Autoschmiede darüber schreibt, liest sich ungefähr so: „Der rein elektrisch angetriebene Mini Cooper kombiniert einen modernen, ökologischen Antrieb mit markentypischem Fahrspaß.“ Was gleich auffällt: Mini hat bei der nun startenden zweiten Generation Cooper Electric optisch einiges verändert.

Der Klein-Stromer kommt nun wesentlich reduzierter daher. Das gilt gleichermaßen für außen wie auch für innen. Der Cooper Electric trägt nun runde Scheinwerfer und eine neue Umrandung des Kühlergrills; wobei ein E-Auto ja keinen Kühlergrill braucht.

Und trotz eines großen, zentralen Rundinstruments im Cockpit präsentiert sich auch der Innenraum ganz anders, als man es bislang gewohnt war.

Die Batterie im straff gefederten Mini Cooper E erreicht mit 40,7 Kilowattstunden (kWh) Energiegehalt eine Reichweite von 305 Kilometern im WLTP-Testzyklus. Unterwegs genügen 28 Minuten Ladezeit bei 75 kW Leistung, um die Batterie des Cooper E von zehn auf 80 Prozent zu laden.

Der 184 PS starke Elektroantrieb kann jederzeit auf das maximale Drehmoment von 290 Newtonmeter zugreifen. Damit beschleunigt das fünfsitzige Fahrzeug in 7,3 Sekunden von null auf 100 km/h.

Vier Fahrzeugtrims

Jedenfalls ist auch der Cooper E, wie die gesamte neue Mini-Modellfamilie, in vier neu designten Fahrzeugtrims erhältlich. Im Classic Trim stehen neue Karosseriefarben und kontrastierende Dachlackierungen zur Auswahl. Das Design des ikonischen Dreitürers von MINI ist im Farbton Sunny Side Yellow und mit einem Kontrastdach und Spiegelkappen in Weiß besonders ausdrucksstark.

Die Oberflächen des Cockpits sind im „Classic Trim“ mit zweifarbigem schwarz-blauem Strickmaterial überzogen. So ergibt sich im Interieur ein stilvoller Kontrast zu den hochwertigen Kunstledersitzen aus Vescin. Sie sind in Grau oder Schwarz mit perforiertem Hahnentrittmuster erhältlich.

„Mit dem neuen vollelektrischen Mini Cooper E bieten wir eine großartige Einstiegsoption in die neue Mini-Familie an. Seine 184 PS garantieren begeisternde Agilität und mitreißende Beschleunigung ohne Verzögerung und Verzicht“, sagt Stefanie Wurst, Leiterin von Mini.

Die 184 PS haben es auch in sich. Ansatzlos beschleunigt der bei hohen Temperaturen sparsame Stromer mühelos und kraftvoll. Die Lenkung zeigt sich, so der erste Fahreindruck in Katalonien, willig und präzise.

An die Bremsen muss man sich anfangs in puncto Dosierbarkeit gewöhnen, aber dann weiß man sie bald zu schätzen. Und die (ausschaltbaren) Assistenzsysteme – etwa Geschwindigkeitswarner, Spurhalteassistent – sind größtenteils zuverlässig.

Dazu sei angemerkt: Bei keinem Hersteller funktionieren Verkehrszeichenerkennung oder adaptiver Tempomat perfekt, was zur Akzeptanz dieser Helferlein nicht wirklich beiträgt.

©Mini

Star der Innenraumshow ist der kreisrunde, mittig platzierte, hochauflösende Touchscreen, auf dem sämtliche Bedienoptionen des Cooper E gebündelt sind. Tasten sucht man also in dem Wagen vergebens. Dafür gibt es Kippschalter unterhalb des Touchscreens; um den Wagen zu starten, für die Eingangautomatik und für die „Experiences“ vulgo Innenraumeinstellungen.

Als Mini Cooper E (184 PS, 36,8 kWh-Akku) kostet der 3,85 Meter lange Dreitürer, der in China vom Band läuft, ab 32.952 Euro, als Mini Cooper SE (218 PS, 49,8-kWh-Akku) beträgt der Einstiegspreis 36.960 Euro.

Von Oliver Koch

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