Neil Young: Before And After

Neil Youngs neues Album „Before And After“ ist eine berührenden Retrospektive. Young hat bekannte und weniger bekannte alte Stücke solo neu aufbereitet und sinnvoll zu einem durchgehenden Musikstück zusammengefügt.

„Before And After“ kommt, bis auf eine Ausnahme, ohne elektrische Gitarren und Drums aus. Young ist das Kunststück gelungen, aus alten Songs ein spannendes neues Werk zu zaubern. Auf alle Fälle gewähren die Stücke, die nicht nach „Greatest-Hits“-Gesichtspunkten ausgewählt wurden, Einblick in Youngs Innenleben.

„I’m The Ocean“ macht mit akustischer Gitarre den Anfang. Es folgt das zarte „Homefires“, ebenfalls mit akustischer Gitarre, aber mit Harmonika-Intro. Mit „Burned“ geht Young zurück in seine Zeit mit Buffalo Springfield.

„On the Way Home“ von der Supergroup CSNY funktioniert auch ohne deren Harmoniegesang perfekt. Mit „If You Got Love“ fehlt auch Obskures nicht. Eine Klaviermelodie begleitet „A Dream That Can Last“. War „Sleeping With Angels“ einst ein düsterer Gospeltrack, klingt es nun beschwingt-melancholisch.

„When I Hold You In My Arms“ verzaubert mit Reduziertheit: Hier schleicht sich zwischen Klavierklänge sanft eine elektrische Bluesgitarre ein. Besser geht’s nicht. Diese Musikpräsentation trotze jedem Shuffling, jeder Trennung, so Young: „Nur zum Zuhören.“ Und das lohnt.

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