Lebensmittelhandel gegen Omikron gewappnet

Die Coronapandemie dauert weiter an und es gibt Sorgen wegen der neuen Omikronvariante. Viele Unternehmen sind bereit und bereiten sich darauf vor, sollte wieder eine große Corona-Infektionswelle kommen. Auch der heimische Lebensmittelhandel ist im Fall des Falles vorbereitet. Dass man in Krisen versorgen könne, habe man in der Coronazeit schon bewiesen. Daher der Aufruf, so ruhig und normal einkaufen zu gehen, wie sonst auch, hieß es zur APA.

Der Spar-Konzern hat etwa eine im ersten Lockdown bereits installierte „mobile Eingreiftruppe“ wieder aktiviert, sagt Unternehmenssprecherin Nicole Berkmann. Hier stehen rund 140 Personen bereit, falls an verschiedenen Stellen des Unternehmens – von den Lagern, über die Logistik bis zu den Märkten – mehrere oder viele Mitarbeitende gleichzeitig ausfallen: „Überall dort, wo kurzfristig Personal fehlt“, erklärt Berkmann.

Vom Diskonter Hofer hieß es, dass man die Situation laufend im Blick habe. Wenn nötig, würde man die derzeitigen Maßnahmen – Hygienemaßnahmen, Sicherheitsstandards, Sensibilisierung der Kunden – daran anpassen. „Zu lernen gibt es in herausfordernden Zeiten wie diesen natürlich immer etwas“, sagt Hofer-Chef Horst Leitner. „Zu den wichtigsten Learnings zählt, dass wir die anspruchsvolle Situation mit einem hohen Maß an Zusammenhalt, Verständnis und Einsatzbereitschaft sehr gut bewältigen.“ Das gelte nicht nur für sein Unternehmen, sondern auch fürs gesamte, engmaschige Netzwerk mit den Partnern – „ein Garant für die bestehende Versorgungssicherheit“, so Leitner.

In der Zentrale von Hofer in Sattledt und in den Niederlassungen werden weiterhin umfassende Vorkehrungen zur Kontaktreduzierung umgesetzt. An Ort und Stelle wird in zwei Gruppen gearbeitet. Meetings werden über Videokonferenzen abgehalten – sowohl intern als auch in den allermeisten Fällen mit Lieferanten. Auch optimiert der Diskonter laut seinen Angaben laufend Prozess- und Personalabläufe in den Filialen, um gegebenenfalls mit reduzierter Mannschaft den Betrieb aufrechtzuerhalten.

Auch Rewe mit seinen Geschäften Billa, Penny, Bipa und Adeg bereitet sich in seinen internen Krisenstäben „auf mögliche Szenarien hinsichtlich der neuen Omikron-Variante vor, die situationsbedingt angepasst werden können“. Mit den zuständigen Behörden tausche man sich laufend aus. Es gehe um eine gesicherte Lebensmittelversorgung und die Gesundheit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie der Kundschaft.

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Je nach Unternehmensbereich wurden Stufenpläne erarbeitet, in denen auf Maßnahmen wie möglichst engmaschige 3-G-Kontrollen, FFP2-Maskenpflicht, bei Bedarf auf Zugangsbeschränkungen für Kunden bestehen. Die Zugangsbeschränkungen wurden ja bereits durch die Einkaufswagen-Ausgabe geregelt. Zentralmitarbeiter machen Homeoffice wo immer es geht. Für Mitarbeiter in Geschäften werde in Wien „Alles Gurgelt“ genutzt. In der Logistik werden die Teams geteilt für die Personalplanung in den Märkten sind Springer-Teams -also auch eine „mobile Eingreiftruppe“ – einsatzbereit.

Bei Lidl haben sich laut den dortigen Angaben die Abläufe der Präventionsmaßnahmen gut eingespielt. „In Hinblick auf die ansteckendere Omikron-Variante existieren auch für potenzielle, großflächige Ausfälle in den Filialen und Logistikzentren Notfallpläne, um unseren Betrieb und damit die Versorgung weiterhin sicherzustellen.“ Der Diskonter sei also vorbereitet. Bei Bedarf würden schnell notwendige Maßnahmen eingeleitet.

Hofer und Rewe teilten auch mit, dass sie ihren Mitarbeitern die Impfung anbieten. Bei Hofer werde dies „gut angenommen“, hieß es. Bei Rewe wurde eine Impf-Kampagne aufgesetzt, um möglichst viele der rund 47.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erreichen. Ab Anfang Jänner werde auch die Booster-Impfung angeboten.

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