Lebensmittelpreise in Syrien innerhalb eines Jahres verdoppelt

Die Lebensmittelpreise im kriegszerrütteten Syrien haben sich nach Angaben des UN-Welternährungsprogramms (WFP) innerhalb eines Jahres verdoppelt.

In den vergangenen zwölf Monaten seien die Preise im Schnitt um 107 Prozent gestiegen, teilte die Organisation am Montag mit.


Es handle sich um den höchsten Durchschnittspreis, der in dem Land jemals von der WFP verzeichnet worden sei, sagte eine Sprecherin der Nachrichtenagentur AFP.

Zudem sei er damit 14 Mal so hoch wie vor Beginn des seit neun Jahren währenden Syrien-Konflikts, hieß es weiter.

Laut WFP stiegen die Lebensmittelpreise in der syrischen Hauptstadt Damaskus um 124 Prozent, in der von der syrischen Regierung kontrollierten Provinz Suweida um 152 Prozent sowie in den zentralen Regionen Hama und Homs, die ebenfalls unter der Kontrolle von Damaskus stehen, um 133 Prozent.

In den von der Regierung kontrollierten Gebieten waren die Menschen im vergangenen Jahr mit Preiserhöhungen, einer Treibstoffkrise sowie einer Abwertung der Landeswährung konfrontiert.

Damaskus machte westliche Sanktionen für die Wirtschaftskrise verantwortlich. Laut Experten trugen aber auch strenge Kapitalkontrollen im benachbarten Libanon zur verschärften Situation bei, wodurch weniger Dollar in die von Damaskus kontrollierten Gebiete gelangten.

Im Syrien-Konflikt wurden seit 2011 mehr als 380.000 Menschen getötet, Millionen Menschen wurden aus ihren Häusern vertrieben.

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