„Lebenswerk-Preis“ 2018 an Ruth Wodak verliehen

Der vom Frauenministerium vergebene „Lebenswerk-Preis“ geht 2018 an die Sprachwissenschafterin Ruth Wodak. Mit der Auszeichnung werden herausragende Lebenswerke von Personen gewürdigt, die sich für die Verwirklichung der Gleichstellung von Frauen und Männern eingesetzt haben. Die Verleihung erfolgt gemeinsam mit der Vergabe der Käthe Leichter-Preise am 8. Oktober in Wien.

Wodak, am 12. Juli 1950 in London geboren, wurde mit ihren Analysen von Sprache und Texten, etwa des politischen Diskurses in Österreich, bekannt. Dabei untersuchte sie nicht nur Phänomene wie die Konstruktion nationaler und europäischer Identitäten oder Diskurse über Neutralität. Immer wieder entlarvte sie auch Rassismus, Antisemitismus, Frauen- und Fremdenfeindlichkeit – Vorurteile, gegen die sie mit aller akademischen Autorität und wissenschaftlichen Analysen ankämpfte. Die Linguistin war lange an der Uni Wien tätig, ehe sie 2004 an die Universität Lancaster wechselte, wo sie bis heute als emeritierte Professorin wirkt.

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In den vergangenen Jahre erhielten Elfriede Hammerl (2017), Christine Nöstlinger (2016), VALIE EXPORT (2015), Freda Meissner-Blau (2014), Cornelia Klinger (2013), Gerda Lerner (2012), Maria Schaumayer (2011) und Erika Weinzierl (2010) den „Lebenswerk-Preis“.

Gleichzeitig mit dem „Lebenswerk-Preis“ werden auch der von der selben Jury vergebene Käthe Leichter-Staatspreis sowie vier Käthe Leichter-Preise verliehen. Der Käthe Leichter-Staatspreis für Frauenforschung, Geschlechterforschung und Gleichstellung in der Arbeitswelt geht heuer an Andrea Bramberger, Professorin für Geschlechterpädagogik an der Pädagogischen Hochschule Salzburg, und die Politikwissenschafterin und Buchautorin Traude Mitschka-Kogoj.