Lehrer-Post an den Minister

FCG-Personalvertreter fordern einen „vernünftigen Schulbetrieb“

Lehrervertreter Paul Kimberger © CLV

Rechtzeitig vor dem zu Ende gehenden, coronabedingten Schul-Rumpfjahr hat Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) Post von der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst, konkret den Lehrervertretern, bekommen.

Unter dem Motto „Zurück zur Zukunft unserer Kinder“ legen die österreichischen FCG-Personalvertreter dem Minister sowie den Bildungsdirektionen ein Forderungspaket auf den Tisch. Verbunden damit sind zwei zentrale Wünsche: Die Zeit bis zum Schulbeginn im Herbst sollte „dafür genutzt werden, die organisatorischen und pädagogischen Rahmenbedingungen für Schulleiterinnen und Schulleiter bzw. Lehrerinnen und Lehrer deutlich zu verbessern“.

Eingefordert wird aber nicht nur Unterstützung, sondern auch „Vertrauen in unsere Schulen“. Denn, so schreiben die Personalvertreter Paul Kimberger, Martin Höflehner, Peter Böhm und Dietmar Stütz: „Die Schulleiterinnen und Schulleiter wissen gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrern am besten, wie sie unsere Kinder und Jugendlichen bestmöglich durch diese schwierige und herausfordernde Corona-Zeit bringen.“

In die die von Kimberger und seinen FCG-Mitstreitern eingeforderten Verbesserungen für einen „vernünftigen Schulbetrieb“ wird einiges an Kritik verpackt. So drängt man auf eine „echte Schulpartnerschaft statt permanenter Notverordnungen und Pressekonferenzen“, aber auch auf dienstrechtliche Berücksichtigung von Zusatzleistungen und digitalem Mehraufwand statt „angeordneter Freiwilligkeit“ — eine Anspielung auf den Unterricht an den Zwickeltagen nach Fronleichnam und Christi Himmelfahrt.

Auch die Sommerschule kommt nicht gut an: Stattdessen brauche es „zusätzliche Förderangebote und ein deutliches Mehr an Ressourcen für Kleingruppen während des Schuljahres“. Gefordert werden von den Personalvertretern zudem administrative Unterstützungssysteme statt „fragwürdiger schulischer Bürokratie“ sowie „eine flächendeckende digitale Ausrüstung mit zeitgemäßen Endgeräten“ statt privater Investitionen der Lehrerschaft.

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