Leichtathletik-Szene in Aufruhr

Sport-Landesrat Achleiter versichert „beste Infrastrukturbedingungen“

Diskuswerfer Lukas Weißhaidinger und Verena Preiner bedauern den Wegfall der Leichtathletik-Anlagen im Linzer Stadion, aber Sport-Landesrat Markus Achleitner versprach Lösungen und Maßnahmen.
Diskuswerfer Lukas Weißhaidinger und Verena Preiner bedauern den Wegfall der Leichtathletik-Anlagen im Linzer Stadion, aber Sport-Landesrat Markus Achleitner versprach Lösungen und Maßnahmen. © APA/EXPA-Hackl

Es gibt viele Sieger nach der großen Infrastruktur-Weichenstellung von Land OÖ und Stadt Linz: Die Fußball-Klubs LASK und Blau-Weiß Linz sowie die Volleyballerinnen von Linz-Steg und die Handball von HC Linz AG.

„Das Zerstören einer Wirkungsstätte“

In der Leichtathletik-Szene gehen nach der Entscheidung, dass der LASK das Linzer Stadion zu einer reinen Fußball-Arena umbauen darf, aber die Wogen hoch. „67 Jahre lang war die Gugl die Heimstätte der oberösterreichischen Leichtathletik-Szene, die Gugl Games zwischen 1988 und 2008 waren legendär. Ich hatte noch das Glück, selber dreimal am Start sein zu dürfen“, wird Aushängeschild Lukas Weißhaidinger auf seiner Homepage zitiert. „Die Gugl-Entscheidung wurde von OÖ-Sportland-Seite als Erntedankfest beschrieben. Ich empfinde es als ein Zerstören der Wirkungsstätte vieler Sportlerinnen und Sportler“, so der 27-Jährige weiter.

Dem tritt Markus Achleitner aber entschieden entgegen. „Die Leichtathletik wird auch künftig in Oberösterreich beste Infrastrukturbedingungen zur Verfügung haben“, versicherte der Sport-Landesrat mittels Aussendung: Es habe bereits am Mittwoch erste Kontakte mit dem Oö. Leichtathletikverband gegeben, die heute, Freitag, „mit weiteren Gesprächen über Alternativlösungen an anderen Standorten, insbesondere bei der neuen Leichtathletikhalle in der Wieningerstraße in Linz, fortgesetzt werden“, betonte Achleitner.

„Genügend Zeit für Lösungen und Maßnahmen“

„Klar ist, dass im Stadion auf der Gugl noch mindestens ein Jahr lang die volle Nutzung für die Leichtathletik möglich sein wird. Bis dahin ist genügend Zeit, um neue Lösungen und Infrastrukturmaßnahmen zu finden und umzusetzen“, so Achleitner.

Darauf setzt auch die erfolgreiche Mehrkämpferin Verena Preiner: „Natürlich ist es schade, dass eine Anlage, insbesondere für Wettkämpfe, wegfällt. Aber ich vertraue darauf, dass das Sportland Oberösterreich auch weiterhin die Leichtathletik stark unterstützt.“RoKo

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