Lenkzeiten manipuliert: Fünf Personen angezeigt

Polizei entdeckte in Lkw eingebaute Zusatzgeräte — Lenker inklusive Chef einer Salzburger Transportfirma betroffen

AISTERSHEIM/SALZBURG — Fünf Lkw-Fahrer eines Transportunternehmens aus dem Flachgau sind wegen Manipulationen von digitalen Kontrollgeräten bei der Staatsanwaltschaft Wels angezeigt worden. Es wurden Ruhezeiten aufgezeichnet, obwohl die Fahrzeuge unterwegs waren. Der Fall kam ins Rollen, als ein 23-jähriger Lastwagenfahrer im heurigen Jänner bei der Raststation Aistersheim der Innkreisautobahn (Bez. Grieskirchen) von Polizisten kontrolliert wurde.

Einhaltung der Ruhezeiten vorgetäuscht

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Die Beamten entdeckten im Sattelschlepper ein eingebautes Zusatzgerät. Mit diesem wurde laut Polizei die Einhaltung der erforderlichen Lenk- und Ruhezeiten vorgetäuscht. Da der Verdacht bestand, dass auch bei weiteren Lastwagen solche technischen Zusatzgeräte zu Manipulationszwecken installiert waren, nahmen die Beamten auch die anderen Fahrzeuge des betroffenen Unternehmens unter die Lupe.

Auch andere Fahrzeuge der Firma betroffen

Wie sich dabei herausstellte, waren auch bei den restlichen Lastwagen der Firma, die mit einem digitalen Kontrollgerät ausgestattet waren, Manipulationen vorgenommen worden. Die Zusatzgeräte wurden ausgebaut und anschließend von der Polizei sichergestellt.

Die Beschuldigten, darunter auch der Firmenchef, wurden wegen des Verdachtes der „Fälschung öffentlicher Beglaubigungszeichen“ angezeigt. Der Tatbestand ist mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren bedroht.